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Tag 7 - Las Vegas

Sonntag, 18.10.2015

 

Las Vegas Fashion Outlet in Primm

Nach dem Aufstehen frühstückten wir erstmal. Das Frühstück war lecker und sehr umfangreich, allerdings waren wir nach 8 Uhr schon recht spät dran. Fast alle Plätze waren schon belegt und außerdem wurde das Frühstück nicht wieder aufgefüllt. Wir hatten aber noch genug Auswahl und verließen das Hotel gegen 9 in Richtung Nevada.

Vor uns lagen 2 Stunden Fahrt auf einem schnurgeraden Highway mitten durch die Wüste Kaliforniens. Es ging auf der Interstate 15 an Kakteen und Yoshua Trees vorbei, mitten durch die heiße und lebensfeindliche Mojave Wüste. Nach etwa einer Stunde kamen wir dann an der Abfahrt nach Zzyzx vorbei. Selbst einige Bands benannten ihre Alben nach diesem Kauderwelsch-Dorf mitten in der Wüste.

Kurz vor der Grenze zu Nevada liegt das weltgrößte Sonnenwärmekraftwerk direkt am Highway. Das Kraftwerk Ivanpah besteht aus 3 Solartürmen, um die unzählige Spiegel angebracht sind, die die Sonnenstrahlen auf den Turm lenken. Bei voller Sonnenstrahlung erstrahlt der eigentlich schwarze Turm komplett weiß. Da das Wetter an diesem Tag etwas wechselhaft war, konnte man dies nur im Ansatz erkennen.

Gegen 11 Uhr erreichten wir dann die Grenze zu Nevada, und damit die Casinostadt Primm. Eigentlich weniger eine Stadt, sondern ein Komplex aus mehreren Casinos. Schon von Weitem konnten wir die Casinos, Achterbahnen und die riesigen Werbeschilder erkennen. In dieser aus dem Boden gestampften Wüstenstadt befindet sich ein großes Fashion Outlet Center, das wir besuchen wollten. Als wir vom Auto zum Parkplatz gingen kamen schon die ersten Regentropfen vom Himmel, und gerade im Eingang angekommen, öffnete der Himmel seine Schleusen. Da waren wir schon in der Wüste, und es regnete wie aus Kübeln. Aber egal, zum Shoppen braucht man schließlich kein gutes Wetter…

 

Welcome to Fabulous Las Vegas

Nachdem wir genug eingekauft hatten gab es noch eine extrem fettige Pizza zum Mittag. Gegen 13 Uhr verließen wir das Shopping-Center und suchten uns noch schnell ein Hotel in Las Vegas, bevor wir weiterfuhren. Über Hotwire hatten wir das LINQ zugewiesen bekommen, 4 Sterne und mitten auf dem Strip. Dann ging es wieder auf den Freeway und nach einer Dreiviertelstunde tauchten die riesigen Casinokomplexe der Glücksspielstadt Las Vegas in der Ferne auf. Der Regen hatte sich mittlerweile in die Berge verzogen und Las Vegas begrüßte uns mit einem Mix aus Sonne und Wolken.

Vor dem Einchecken wollten wir aber noch mal mit dem Auto den Las Vegas Blvd abfahren, der fast überall als „Strip“ bekannt ist. Zwischen Bellagio und Caesars Palace verließen wir dien Freeway und fuhren in die Zocker Metropole. An der nächsten Kreuzung bogen wir auf den Strip ab und fuhren an den bekannten Casinos vorbei. Unser erster Anlaufpunk war natürlich das berühmte Las Vegas Leuchtschild.

Fährt man den Las Vegas Blvd nach Süden, befindet sich hinter dem Schild zwischen den Fahrspuren ein kleiner Parkplatz. Wir hatten Glück und jemand fuhr gerade aus der Parklücke. Also stellten wir das Auto kurz ab und gingen zu dem weltbekannten Schild. Vor dem Schild hatte sich schon eine lange Schlange gebildet, und entgegen des Verbotsschildes nahm jemand für das Fotografieren Geld. Also stellten wir uns zwei Meter neben die Schlange und machten von dort ein paar Fotos.

 

The LINQ und Las Vegas am Tag

Danach drehten wir und fuhren den Strip wieder hoch. Unser Hotel, das LINQ, befand sich direkt gegenüber vom Caesars Palace. Das Hotel hatten wir zwischen den anderen Casinos gefunden, allerdings suchten wir erst vergeblich nach dem Parkhaus. Nach einigem Suchen fuhren wir zum Parkplatz vom Harrah’s. Und siehe da, ab hier war auch der Parkplatz des LINQ ausgeschildert. Also fuhren wir in das kostenlose Parkhaus und stellten unser Auto ab.

Da es noch etwas zu früh zum Einchecken war, ließen wir unsere Koffer erst noch im Auto und schauten uns schon mal unser Hotel an. Das LINQ ist ein neueres Casino mit vielen LED Wänden und bunten Illuminationen. Wir gingen ein wenig durch das Casino, dann suchten wir den Weg nach Draußen. Der Weg aus den Casinos ist teilweise nicht direkt zu finden, und das ist auch so gewollt. Die Casinobetreiber wollen die Leute möglichst im Casino behalten, das ist nicht nur im LINQ so, sondern in allen Casinos in Las Vegas. Und schlendert man über den Strip, muss man teilweise aufpassen, nicht direkt wieder in einem der Casinos zu landen.

Nachdem wir den Weg nach Draußen gefunden hatten, gingen wir erst mal zum Bellagio. Und wir kamen gerade passend, denn wenige Minuten später starteten die Wasserfontänen vor dem Casino. Die Wassershow war schnell wieder vorbei und wir gingen weiter durch die überwältigende Glitzerwelt Las Vegas.

Am nachgebauten Eifelturm des Paris Las Vegas vorbei, gingen wir den Strip weiter in Richtung MGM Grand. Überall prangten riesige Leuchtreklamen und LED Wände, mit dem Ziel, in diesem Lichtermeer aufzufallen.

Wir gingen weiter bis zum New York New York, das neben der nachgebauten Skyline Manhattans mit einer Achterbahn versucht, die Leute anzulocken. Vor diesem Komplex sahen wir etwas, das an einen Irish Pub erinnern sollte, direkt auf dem Bürgersteig. Wir hatten uns eh eine kleine Pause verdient, also bestellten wir uns ein Guinness. Allerdings hätten wir das Bier in Plastikbechern trinken müssen, wenn wir uns an die Tische auf dem Bürgersteig hätten setzten wollen. Also blieben wir lieben an der Bar und tranken aus einem vernünftigen Pint. Die groß angeschlagene Happy Hour galt aber nicht zu diesem Zeitpunkt und wir durften 7$ für ein Bier berappen. Günstiger trinken kann man da in den Casinos. Um die Leute beim Spielen zu halten, gibt es viele Getränke dort meist kostenlos.

Danach gingen wir wieder zurück zum LINQ, holten unsere Koffer aus dem Auto und checkten ein. Nachdem wir die Rezeption in dem Gewusel des Casinos gefunden hatten, bezahlten wir noch die 28$ Resort Fee und bezogen unser Zimmer. Diese Resort Fee bezahlt man in allen Casinohotels in Las Vegas. Das Zimmer war zwar nicht riesig, dafür aber sehr stylisch und modern eingerichtet. Und im Bad gab es sogar eine Regendusche und nicht nur einen mickrigen, unbeweglichen Duschkopf.

 

Las Vegas bei Nacht

Die Dämmerung setzte so langsam ein und wir mischten uns wieder in den Trubel der Glitzerwelt Las Vegas. Wir verließen den Kasinokomplex des LINQ und sahen uns auf der Promenade vor dem High Roller, dem höchsten Riesenrad der Welt, nach etwas Essbarem um. Doch kaum hatten wir das Gebäude verlassen, hagelte es wie aus Kübeln. Also gingen wir schnell ins nächste Casino, dem Flamingos. Hier schauten wir uns etwas um und fanden einen Foodcourt. Also holten wir uns bei Johnny Rockets einen Burger und suchten uns einen freien Tisch. Schmeckte ganz gut und der Preis war auch OK.

Mittlerweile war es auch wieder trocken, also gingen wir wieder auf den mittlerweile bunt beleuchteten Strip. Tagsüber war hier schon einiges los, doch bei Dunkelheit war es noch um einiges Wuseliger. Was hier wohl an einem Freitag- oder Samstagabend erst los sein muss…

Wir gingen wieder den South Las Vegas Blvd entlang und ließen die bunte Glitzerwelt auf uns wirken. Je später es wurde, um so kürzer wurden die Röcke der Frauen. Und fast jede dieser Frauen hatte einen besoffenen Mann als Begleitung. Bei einigen dieser Gestalten kam uns der Spruch wieder in den Sinn: What happens in Vegas, stays in Vegas!

Am beleuchteten Eifelturm gingen wir vorbei bis zum MGM Grand. Hier hat man von der Fußgängerbrücke einen schönen Blick über den beleuchteten Strip. Wir gingen auf die andere Straßenseite und standen direkt vor den Toren des Excalibur. Äußerlich erinnerte das Gebäude aber wenig an eine englische Burg aus dem Mittelalter. Eher an ein Märchenschloss oder einen russischen Zarenpalast. Aber dieses bunte Glitzerschloss passte auch besser in die Zockermetropole als eine dunkle Festung.

Über die beleuchtete Brooklyn Bridge vor dem New York New York ging es dann wieder zurück, immer den Strip entlang. Vor dem Bellagio hatten sich schon Menschenmengen um den Pool versammelt. Also suchten wir uns auch einen guten Platz und warteten darauf, dass die Wasserfontänen starteten.

Wir mussten nicht lange warten und die Show begann. Erst zog ein Nebel über den Pool, dann schossen die hell erstrahlen Fontänen in den Nachthimmel von Las Vegas. Alles passend zur Musik abgestimmt.

Die Show war jetzt auch um einiges länger als am Tag und beeindruckte um einiges mehr. Mit lauten Donnerschlägen zu den höchsten Fontänen endete das tolle Schauspiel dann, und wir gingen weiter.

An den beleuchteten Springbrunnen des Caesars und den LED Wänden den LINQ ging es vorbei bis zum Venetian. Natürlich wollten wir uns die Gondeln auf den Kanälen des Casinos ansehen.

Auf Förderbändern ging es über die nachgebaute Rialtobrücke und kurz danach flanierten wir schon auf der Promenade unter künstlichem Himmel. Wir schlenderten ein wenig an den Kanälen entlang, dann gingen wir durch die prunkvolle Gallery wieder nach Draußen.

Wir ließen noch die Wasserfälle vor dem Mirage auf uns wirken und machten uns dann auf dem Weg zurück zum LINQ. Eigentlich wollte ich noch etwas Geld wechseln und wenigstens ein Bisschen im Casino zocken. Aber Karin war müde und ich durfte nicht mehr an die Automaten. Also tranken wir noch ein Bier auf dem Zimmer und legten uns gegen Mitternacht schlafen. So ein Tag in Las Vegas schlaucht eben auch ohne ordentliche Sauftour.

Gefahrene Kilometer: 254

Hotel: The LINQ für 70€ zzgl. 25€ Resortgebühr (gebucht über Hotwire)

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