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Tag 9 - Smaland und Ölands Süden

Montag, 19.09.2011

 

Skurugata und Skuruhatt

Um halb 8 standen wir auf und machten uns nach dem Frühstück auf den kurzen Weg zu Skurugata und Skuruhatt, einer Schlucht und einem Aussichtspunkt über das Smaland. Kurz nachdem wir losgefahren waren, wurden die 10 Kilometer bis zum Ziel wieder zu einer Schotterpiste. Wir hielten auf dem Parkplatz und folgten dem Wegweiser zur Schlucht. Dann ging es den kleinen Weg hinunter über Wurzeln und Steine, bis wir nach einem beschwerlichen Weg den Eingang der Schlucht erreichten. Auf dem Infoheft steht, man soll festes Schuhwerk anziehen, was auch unbedingt zu empfehlen ist.

Wir betraten die Schlucht und nach kurzer Zeit war der Weg mit Felsen gepflastert. Man konnte einen wagen Trampelpfad über die Felsen erkennen, dem wir folgten. So beschwerlich hatten wir uns den Weg nicht vorgestellt, eigentlich sollte das nur ein kleiner Spaziergang werden.

Nachdem wir die felsige Schlucht hinter uns hatten, ging es wieder über Baumwurzeln den Berg hinauf. Der Weg war voller Pfützen und kleiner Wasserläufe, einige Stellen waren schon zu halben Feuchtbiotopen geworden. Karin hatte natürlich keine richtigen Wanderschuhe, also musste ich vorweg gehen und alle nassen Stellen suchen. An einer Stelle blieb ihr dann aber nichts anderes übrig, als durchs nasse Moos zu laufen und schon war der Schuh nass. Wenig später erreichten wir Skuruhatt auf unserem Rundweg. Hier schaut man von oben auf den dichten Wald des Smalandes. Der letzte Teil des Weges zurück zum Parkplatz war dann geschottert und ohne Probleme zu laufen. Eigentlich sollte das nur ein kurzer Abstecher werden, am Ende liefen wir fast 2 Stunden über Stock und Stein. 

 

Bullerbü und Lönneberga

Halb durchgeschwitzt ging es dann weiter. Diesmal über Eksjö, die Straße ist wenigstens gut ausgebaut. Ab Eksjö ging es dann auf die 40, in Mariannelund fuhren wir ab auf die 129. Nach wenigen Kilometern kommt eine Abzweigung nach Bullerbyn (Bullerbü). Hier entstand „Wir Kinder aus Bullerbü“ von Astrid Lindgren. Karin wollte die Höfe gerne mal sehen, also fuhren wir den kurzen Umweg. Der Ort besteht eigentlich nur aus drei Höfen, auf denen die Geschichten spielten.

Wir fuhren weiter und kamen kurz darauf nach Lönneberga, wo Michel sein Unwesen trieb. Wir fuhren von der Hauptstraße ab und erreichten nach einigen Kilometern eine Kirche, die von einigen Höfen umrahmt ist. Der Ort war die Vorlage für Michel, der im schwedischen Original eigentlich Emil heißt. Der Hof Kathult, wo die Filme gedreht wurden, befindet sich aber 30 Kilometer nördlich, bei Ramskulla. Diese Info konnten wir einem Aushang an der Kirche entnehmen. Da wir keine 30km zurück fahren wollten, fuhren wir weiter bis Oskarshamn und von da über die E22 bis Mönsteras. Gegen 13 Uhr erreichten wir das Regenbogen Camp, das auf einer befahrbaren Insel im Kalmarsund gelegen ist, und bezogen unsere Hütte. Mittlerweile heißt der Platz Kaffeetorpets Camping.

 

Öland - südliches Ende

Da wir schönsten Sonnenschein hatten, beschlossen wir, rüber nach Öland zu fahren. Diese lange Insel liegt einige Kilometer vor der Küste und ist ab Kalmar über die 6km lange Ölandsbron befahrbar. Eine halbe Stunde später erreichten wir Öland und hielten bei der Tourist Info in Färjestaden direkt hinter der Brücke. Hier deckten wir uns mit Detailkarten und allem Wichtigen ein. Natürlich, wie eigentlich überall in Schweden, kostenlos.

Wir fuhren über die Küstenstraße nach Mörbylanga und von hier weiter auf der 136 nach Süden. An vielen Windmühlen und Alvaret vorbei, einer kargen Heidelandschaft, die Weltkulturerbe ist, erreichten wir bald die Karl Gustavs Mur. Diese Mauer erstreckt sich von West nach Ost über die Insel und trennt die Südspitze, ein ehemaliges Gut, vom Rest der Insel. 

 

Öland - Langer Jan und Eketorps Borg

Kurz hinter Ottenby bogen wir dann auf die schnurgerade Stichstraße zur Südspitze ab. Durch eine große Kuhwiese ging es bis zum Langen Jan, der das südliche Ende Ölands markiert. Wir wollten den Rundumblick auf dem größten Leuchtturm Schwedens genießen. Unsere Rechnung ging aber nicht ganz auf. Alle 15 Minuten wird der Leuchtturm aufgeschlossen und man kann die Treppe hinaufsteigen.

Den Aufschluss um viertel vor Vier hatten wir gerade verpasst, also wollten wir noch eine Viertelstunde warten. Der Turm ist in der Nebensaison aber nur bis 16 Uhr geöffnet und die Dame im Restaurant weigerte sich, uns noch einmal schnell aufzuschließen. Also stellten wir uns vor die Tür und warteten, bis die letzten Touristen vom Turm kamen. Diese „nette“ Gruppe Berliner Urlauber knallte uns aber die Tür vor der Nase zu.

Leicht enttäuscht verließen wir den Langen Jan und fuhren die Ostküste hinauf bis zur Eketorps Borg. Hier wurde eine mittelalterliche Befestigung wieder aufgebaut. Im Sommer herrscht in den Häusern der Burg reges Treiben, dann wird dort das Leben in so einer Burganlage vorgeführt. In der Nebensaison ist die Burg aber ausgestorben.

Wir gingen an den leeren Kassenhäuschen vorbei und schauten uns die gut nachgestellte Burg an. Im Inneren der kreisrunden Mauer sind viele reetgedeckte oder mit Gras bewachsene Häuser nachgebaut. Die Häuser waren zwar verschlossen, man konnte sich aber sonst frei auf dem Gelände bewegen und auch auf die Burgmauer steigen. 

Über Gardby fuhren wir zurück nach Färjestaden und verließen die Insel wieder über die Brücke. Wir fuhren nach Kalmar und schauten uns das imposante Schloss vom Wasser aus an. Nach einem kurzen Einkauf bei Netto ging es wieder zurück nach Mönsteras. Gegen 19 Uhr erreichten wir das Camp und waren gerade passend zum Sonnenuntergang wieder da. Vor unserer Hütte gingen wir zum Wasser und sahen zu, wie die Sonne in der Ostsee versank.

Gefahrene Kilometer: 450

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