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Tag 8 - Linköping, Vättern und Elche

Sonntag, 18.09.2011

 

Gamla Linköping und Bergs Slussar

Um halb 9 standen wir auf und machten uns über die E04 auf den Weg nach Linköping. Je weiter wir Richtung Süden kamen, umso mehr Wolken waren am Himmel. Bei leichtem Regen erreichten wir dann Gamla Linköping. Die alten Häuser der Innenstadt wurden hier nicht einfach abgerissen, sondern abgebaut, und am Stadtrand von Linköping wieder aufgebaut. So entstand hier ein kleines Freilichtmuseum mit sehr schönen und gut erhaltenen alten schwedischen Häusern. Diese Altstadt ist aber kein reines Museumsdorf, die Häuser sind teilweise wirklich bewohnt.

In einigen Häusern befinden sich Handwerker, die etwas aus der Jahrhundertwende vorführen. In der Nebensaison herrschte natürlich nicht so viel Trubel. Wir schlenderten etwas durch die urigen Gassen und sahen uns die alten Gebaeude an.

Nach einer halben Stunde hatten wir alles gesehen und fuhren weiter nach Berg, etwa 10km nördlich von Linköping. Hier befindet sich die größte Schleusentreppe des Göta Kanals. In insgesamt 7 Schleusen überwinden die Boote hier einen Höhenunterschied von fast 19 Metern.

Der Regen hatte mittlerweile aufgehört und wir schauten uns die Schleusentreppe an. Ausnahmsweise musste man hier auf dem Parkplatz Gebühren bezahlen, die sich aber in Grenzen hielten. Wo sich in der Hauptsaison Freizeitkapitäne drängeln, war jetzt weit und breit kein Boot zu sehen. Wir hatten es Mittag, die nächste Schleusung sollte voraussichtlich gegen 17 Uhr sein.

 

Rökstenen, Vättern und Alvastra Kloster

Also fuhren wir weiter zum Vätternsee und verließen bei Väderstad die E04, um auf dem Touristvägen, eine der vielen Blumenstraßen, weiter zu fahren. Dieser Weg führt direkt am Rökstenen vorbei. Da dieser Stein der bedeutendste Runenstein in ganz Schweden sein soll, hielten wir kurz an. Vor einer Kirche steht der Stein unter einem Abdach, daneben ist eine eigene Information. Zu unserem Verwundern war für diese Zeit extrem viel los. Extra einen Umweg würde ich dafür aber nicht machen, es gibt noch genug andere Runensteine in Schweden.

Wir fuhren die Touristenstraße weiter und hielten an der Alvastra Klosterruine. Hier sind die Überreste einer größeren Klosteranlage zu sehen, die im 16. Jahrhundert aufgegeben wurde. Die Überreste der alten Mauern wurden mit Steingewächsen bepflanzt und in der Mitte befindet sich ein alter Garten. Die Ruine macht einen sehr hübschen Eindruck und wir gingen eine Weile in den alten Gemäuern herum. Ein Besuch lohnt sich.

Dann fuhren wir weiter auf den Omberg, der direkt am Vätternsee liegt. Vom Infozentrum auf dem Berg führt eine Einbahnstraße über den Berg bis nach Borghamn. Von dieser Straße hat man immer wieder einen tollen Blick auf den See. Selbst bei bedecktem Himmel hat man von hier oben ein tolles Panorama.

Weiter ging unsere Fahrt am Vättern entlang. In Ödeshög fuhren wir nicht auf die Autobahn, sondern folgten dem Turistvägen weiter. Die Straße führt hier immer am Vättern entlang bis nach Gränna, der Stadt, in der die rot-weißen Zuckerstangen erfunden wurden. Dies ist auch unschwer zu erkennen, überall Süßigkeitengeschäfte, die mit den rot-weißen Zuckerstangen geschmückt sind. Wir fuhren zum Hafen und kauften uns in der dortigen Räucherei ein Stück Lachs und eine Renke frisch aus dem Vätternsee. Da es aber mittlerweile regnete wie aus Kübeln, sparten wir uns den Fisch auf und aßen in einem Imbiss. 

 

Elche bei Eksjö

Da der Regen nicht aufhörte, beschlossen wir, direkt nach Eksjö zu fahren, um dort zu übernachten. Bei Adelöv verließen wir die 133 Richtung Aneby, was wir besser hätten lassen sollen. Nach etwa 10 Kilometern hatte sich die Straße in eine Schotterpiste verwandelt, durch den starken Regen war diese Straße teilweise fast nur noch zu erahnen. Wir waren froh, als wir in Aneby die 132 erreichten und fuhren auf der gut ausgebauten 32 weiter bis Eksjö. Gegen 17:30 Uhr erreichten wir Hult, etwas östlich von Eksjö und fuhren zum Movänta Campingplatz, direkt am Försjön See in einem Waldstück gelegen. Mittlerweile hatte es auch aufgehört zu regnen. Die Rezeption war geschlossen, es stand aber eine Nummer an der Tür, die wir anrufen sollten. 10 Minuten später kam dann auch eine Mitarbeiterin und wir konnten einchecken. Wir bekamen eine tolle Hütte mit Dusche und WC und voll ausgestatteter Küche in der Nebensaison für schlappe 500SEK. Ein wahres Schnäppchen. Wir parkten vor unserer Hütte in einem kleinen Waldstück und wurden sofort von Elchgebrüll aus dem Wald begrüßt.

Von der Dame in der Rezeption, die super Deutsch sprach, bekamen wir den Tipp für einen Weg mit guten Chancen, Elche zu sehen. Da es schon anfing zu Dämmern, also beste Elchzeit, machten wir uns auf den Weg. Wir fuhren in Hult wieder auf die 40 Richtung Mariannelund und einige Kilometer weiter Links ab auf eine kleine Straße Richtung Brokabo.

Kaum auf der Straße, entdeckte Karin die erste Elchkuh. Aus dem Gebüsch beobachtete die Kuh uns, und wir die Kuh. Nach einigen Minuten verschwand der Elch dann und wir fuhren langsam weiter. Wenige 100 Meter weiter entdeckten wir dann auf der anderen Straßenseite einen Elchbullen zwischen den Bäumen. Das gewaltige Tier ließ sich auch nicht wirklich von uns stören und fraß gemütlich weiter, bis er im Wald verschwand. So fuhren auch wir weiter und entdeckten kurz darauf einen anderen Elchbullen fast direkt am Straßenrand. Der fühlte sich aber wohl von uns gestört und verschwand nach kurzer Zeit im Wald. Der Tipp der Empfangsdame hatte sich wirklich gelohnt und wir fuhren wieder zurück zum Campingplatz. Das waren jetzt schon die Elche 2-4 die wir in freier Wildbahn gesehen hatten. Nur unsere kleine Kompaktkamera war leider etwas zu schlecht für schöne Fotos.

Zurück in der Hütte, aßen wir unseren vorher gekauften Fisch. Der Lachs mit Zitrone und Pfeffer war sehr lecker, die Renke traf aber nicht so unseren Geschmack.

Gefahrene Kilometer: 444

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