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Tag 7 - Stockholm Tag 2

Samstag, 17.09.2011

 

Stockholm - Vasa Museum

Nachdem wir bis 9 Uhr ausgeschlafen hatten, machten wir uns wieder auf den Weg zur Tunnelbana. Wir fuhren bis T-Centralen und stiegen dort in die Straßenbahn nach Djurgarden. Um kurz nach 10, also kurz nach Öffnung, erreichten wir das Vasa Museum. Es war noch fast nichts los, und kurz danach standen wir im Inneren des Museums vor einem gewaltigen Schiff. Die Vasa sollte vor über 300 Jahren der Stolz der Schwedischen Marine werden. Mit gewaltigen Verzierungen und über 60 Kanonen an Bord sollte sie das größte Schiff der Ostsee, vielleicht sogar weltweit werden. Doch der Aufbau war zu groß und zu schwer für das Schiff, bei der Jungfernfahrt sank die Vasa noch im Hafen von Stockholm.

Erst 300 Jahre später wurde sie wieder geborgen. Durch das Sauerstoffarme Wasser der Ostsee und die Tatsache, dass das Abwasser Stockholms früher ungeklärt in die Ostsee floss, hatten Bakterien kaum Sauerstoff, um das Holz des Schiffes zu zersetzen. So ist die Vasa noch fast vollständig erhalten. Über mehrere Stockwerke kann man sich das gewaltige Schiff aus allen Perspektiven anschauen, überall sind Infos zum Schiff angeschlagen, fast alles auch in Deutsch. Ein absolutes Stockholm Highlight.

Mittlerweile brauchte Karin auch ihren obligatorischen Kaffee, also gingen wir ins Restaurant. Doch Karins 100 Kronen Schein war wohl zu alt, also musste ich bezahlen. Schon etwas merkwürdig, dass man bei der Volksbank alte 100 Kronen Scheine bekommt. Egal, wir wurden die Scheine bei anderen Geschäften los.

 

Stockholm - Wachablösung und Schärendampfer

Um viertel vor 12 verließen wir dann das tolle Museum, mittlerweile hatte sich schon eine riesige Schlange vor dem Eingang gebildet. Schnell machten wir uns auf den Weg zum Schloss, da um viertel nach 12 die Wachablösung stattfinden sollte. Auf dem Weg dorthin sahen wir schon die Blaskapelle über die Strömbron zum Schloss marschieren. Also schnell hinterher. Der Innenhof des Schlosses war schon voller Menschen und wir quetschten uns irgendwie dazwischen. Die Schweden zelebrieren die Wachablösung in einem pompösen Spektakel, mit Kapelle, Flagge und allem was dazu gehört.

Eine halbe Stunde später war dann alles vorbei und wir machten uns auf den Weg zu den Schiffsanlegern am Nybroplan. Wir stellten uns in die Schlange und kauften uns Tickets für die Archipelago Tour, der kleinsten Schärenrundfahrt. Ist man mehrere Tage in der Stadt lohnt sich bestimmt eine der längeren Touren die auch auf den Schäreninseln halten oder durch die äußeren Schären fahren. Für uns musste diese 3 Stunden Tour aber reichen.

Bei schönstem Sonnenschein und ohne jegliche Wolke am Himmel verließen wir den Anleger. Es ging vorbei an der malerischen Altstadt und an der kelinen Insel Kastellholmen mit dem hübschen Kastell. Weiter ging es vorbei an Djurgarden mit dem markanten Vasa Museum und dem direkt am Wasser gelegenen Freizeitpark Gröna Lund. Dann verließen wir hinter den Kreuzfahrtterminals den Hafen von Stockholm.

An Badestränden und Villen vorbei waren schon bald die ersten Inselchen zu sehen, die uns von einem Guide vorgestellt wurden. Auf fast jeder Insel stehen Sommerhäuser, auf einem Steg standen sogar einige Zapfsäulen für die Boote. Wir saßen außen auf der Sonnenseite, kauften uns ein Bier auf dem Schiff und ließen es uns mit mitgenommenen Snacks gut gehen.

Nach einer Weile drehten wir einen großen Bogen um einige Inseln und unser Schiff kehrte langsam wieder Richtung Stockholm zurück. Leider hatten wir jetzt die Schattenseite und es wurde recht kühl. Nach einer Weile entschlossen wir uns, rein zu gehen, wo aber schon alles belegt war. Vorne am offenen Bug war noch etwas frei und wir stellten uns die letzten Kilometer wieder in die Sonne um einen Blick auf Stockholm zu werfen. 

 

Ausklang in Stockholm

Wir gingen von Bord und schlenderten Richtung Gamla Stan. Zu unserer Verwunderung fand gerade der internationale Stockholm Halbmarathon statt, der zwischen Norrmalm und Gamla Stan stattfand. Da an der Strecke fast kein Durchkommen war, gingen wir außen ums Schloss zurück nach Norrmalm. Wir erreichten den tollen Stortorget und die Sonne ging so langsam hinter den bunten Häusern unter. Ein toller Anblick.

Wir blieben eine Weile und gingen dann wieder nach Norden. Am Sergels Torg holten wir uns dann erst mal was zu Essen an den vielen Ständen. Karin holte sich was vom Spanier, ich vom Australier. Recht günstig und lecker.

Frisch gestärkt gingen wir wieder in die Altstadt und bummelten etwas durch die vielen Souvenirgeschäfte. Dann gingen wir rüber zu Riddarholmen und schauten uns auf der Evert Taubes Terrass einen wunderschönen Sonnenuntergang am Mälaren See an. Ein toller Ausklang in einer wunderschönen Stadt.

Dann gingen wir noch etwas durchs beleuchtete Stockholm. Die Lichter der Stadt spiegelten sich im Wasser und der Turm des Stadshuset war bunt beleuchtet. Vor allem die beleuchtete Glasskulptur am Sergels Torg kommt im Dunkeln toll zur Geltung.

Dann hieß es endgültig Abschied nehmen von Schwedens Hauptstadt und wir fuhren mit der Tunnelbana zurück nach Västertorp. Gegen 21 Uhr erreichten wir erschöpft und mit vielen Eindrücken aus einer tollen Stadt das Hotel.

Gefahrene Kilometer: 0

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