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Tag 4 - Tanumshede, Fjällbacka und Smögen

Mittwoch, 14.09.2011

 

Felszeichnungen Tanumshede

Da wir heute einiges vor uns hatten, klingelte der Wecker bereits um halb 8. Wir verließen Fredrikstad über die Straße 110, hielten aber bei keinem der vielen Sehenswürdigkeiten am Wegesrand an. Unser Ziel war Schweden. Wir fuhren auf die E06 und überquerten gegen eine Maut von 20NOK den Svinesund, einen Fjord der die Grenze zwischen Norwegen und Schweden bildet. Bei schönstem Sonnenschein hatten wir bei der Überfahrt eine herrliche Aussicht auf den Fjord. Wir verließen die E06 bei Tanumshede und hielten uns auf dem Kustvägen, einer Touristenstraße, die an den meisten Felszeichnungen und an der Küste von Bohuslän vorbei führt. In Schweden sollte man immer auf die Weiße Blume auf braunem Grund achten, damit sind meist sehr schöne Straßen markiert, die fast immer einen Umweg lohnen.

Unser erstes Ziel für heute waren die Felszeichnungen bei Vitlycke. Da es noch vor 10 Uhr war, stellten wir unser Auto auf dem Parkplatz ab und besichtigten erst das Steinzeitdorf hinter dem Museum. Es sind Häuser und Handwerksschuppen aus der Steinzeit nachgebaut, die wir natürlich erst mal erkundeten.

Außerdem erfährt man auf einem kleinen Rundweg durch den Wald, wie die Manschen früher jagten. Neben einem Steinzeit Boot, das an einem kleinen See liegt, sind einige alte Fallen nachgebaut. Nach dem Rundgang war das Museum geöffnet, und wir schauten uns kurz darin um. Der Eintritt ist wie fast überall in Schweden kostenlos.

Dann gingen wir über die Straße zu den eigentlichen Felszeichnungen. Die Felszeichnungen von Vitlycke sind die bekanntesten. Es sind viele Schiffe abgebildet und sogar ein Brautpaar und ein Wal. Die Zeichnungen wurden von den Menschen früher in den Stein gemeißelt. Zur besseren Erkennung sind die Zeichnungen jetzt rot bemalt.

Von den Felszeichnungen führt ein Weg durch den steinigen Wald bis zu einem Steingrab. Das Grab lohnt sich zwar nicht wirklich (nur ein Haufen Steine), dafür ist der Weg aber sehr schön und lohnt einen kleinen Abstecher.

 

Fjällbacka

Dann setzten wir unsere Fahrt auf dem Kustvägen fort. Wir hielten kurz in Längsjö um einen ersten Blick auf die schöne Schärenküste zu werfen. Bei einem kurzen Halt gingen wir auf den langen Steg und bewunderten das Panorama rund um den idyllischen Ort.

Dann fuhren wir weiter bis Fjällbacka. Wir hielten auf dem leeren Parkplatz und gingen in den Ort. Die Tourist Info hatte schon geschlossen, aber glücklicherweise hatten wir uns eine Karte der Region im Vitlycke Museum mitgenommen. Wir gingen am Hafen entlang bis zum Aufgang zum Vetteberg, einem 74m hohen Steinberg, der über dem Ort thront.

Über steile Holztreppen geht es direkt bis auf die Bergspitze. Oben angekommen hatten wir einen tollen Ausblick über die Schärenküste. Bei starkem Wind aber strahlendem Sonnenschein genossen wir den Ausblick auf Ort und Küste, bevor es wieder die Treppe hinunter ging.

Auf dem Rückweg zum Hafen gingen wir durch eine Schlucht, die sich im Berg befindet, der Kungsklyfa. In dieser kleinen Felsspalte sind große Felsen eingeklemmt, unter denen man drunter her geht. Teile des Films Ronja Räubertochter wurden in dieser Schlucht gedreht. Über Felsen und durch Pfützen ging es dann wieder zum Auto.

 

Smögen

Wir fuhren weiter auf der Touristenstraße bis nach Smögen. Der Ort befindet sich auf einer kleinen Insel vor der Küste von Kungshamn, die durch eine Brücke mit dem Festland verbunden ist. Auf dem Weg kauften wir uns noch Fleisch und Grillgewürz und hielten an einem schönen Badestrand in Smögen, um unser Fleisch zu grillen. Wir hatten uns vor dem Urlaub einen kleinen Gaskocher mit Grillplatte zugelegt, der seinen Dienst gut erfüllte. In einer windgeschützten Ecke an den Umkleidekabinen setzten wir uns in die Sonne und grillten unser Fleisch.

Gut gestärkt fuhren wir weiter in den Ort, um den angeblich längsten Holzsteg der Welt zu sehen. Im Sommer schieben sich die Menschenmengen nur so über den schmalen Pier, jetzt im September waren wir fast alleine da. Der Steg geht an bunten Läden und Bootshäusern vorbei, die direkt an den Fels gebaut wurden. Die bunten Hütten strahlten in der Sonne und das Wasser funkelte im Licht. Kein Wunder, dass sonst so viele Touristen hierher kommen.

Da alle Geschäfte geschlossen hatten, schlenderten wir einfach über den Holzsteg und genossen die menschenleere Idylle. Wir gingen noch über die alte Hafeneinfahrt und schauten uns die hübschen Holzhäuser von der gegenüberliegenden Seite an. Hier könnte man Stunden verbringen… 

 

Trollhättan und Hunneberg

Danach verließen wir die tolle Schärenküste und fuhren über die E06 an Uddevalla vorbei und die 44 nach Trollhättan. Gegen 17:30 Uhr erreichten wir Stenrösets Camping direkt an der E45 in Trollhättan. Wir buchten die letzte freie Hütte für 400SEK. Bad und Toiletten waren im Sanitärgebäude schräg gegenüber.

Nachdem wir unsere Hütte bezogen hatten, fuhren wir ins Zentrum von Trollhättan. Da der sehenswerte Kanal wegen Bauarbeiten geschlossen war, fuhren wir direkt zum Wasserkraftwerk um einen Blick auf den Göta Älv, der in Göteborg in die Ostsee mündet, zu werfen. Leider werden die Schleusen in der Nebensaison nur noch am Wochenende geöffnet, so dass wir uns einen Besuch an den Trollhättan Fällen ersparten. Sind die Schleusen geschlossen, wird das Wasser durchs Kraftwerk gelenkt und nicht über den Wasserfall. Also schauten wir nur in die fast ausgetrocknete Schlucht und fuhren weiter zum Hunneberg.

Dieser Berg gehört zum königlichen Jagdrevier und soll mit die höchste Elchdichte in ganz Schweden haben. Wegen einer Baustelle verpassten wir die erste Abfahrt zum Berg und mussten einen 20km langen Umweg in Kauf nehmen. Etwas später sahen wir dann auch den ersten Wegweiser direkt auf den Berg. Da es allerdings vorher viel geregnet hatte, war die Straße überflutet. Wir tasteten uns langsam mit dem Auto durchs Wasser, allerdings wurde es irgendwann zu tief und wir drehten wieder um.  Bei Vargön fanden wir dann endlich den offiziellen Weg zum Hunneberg Museum, von wo ein ca. 20km langer Rundweg über den Berg führt. Bei beginnender Dämmerung, also passende Elchzeit, fuhren wir auf die Schotterpiste. Allerdings sahen wir bis auf Wald und ein paar andere Elchtouristen nichts. Als es schon stockdunkel war und wir die Hoffnung eigentlich schon aufgegeben hatten, huschte im Scheinwerferlicht ein Elch über die Straße und war genauso schnell wieder verschwunden, wie er gekommen war. Da viele Schwedenurlauber gar keinen Elch in freier Wildbahn zu Gesicht bekommen, reichte uns das und wir fuhren mit einem Erfolgserlebnis wieder zum Campingplatz zurück.

Gefahrene Kilometer: 343

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