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Tag 12 - Malmö und Kopenhagen

Donnerstag, 22.09.2011

 

Fahrt nach Malmö

Wir standen um halb 8 auf und frühstückten erst mal auf unserer Terrasse vor der Hütte. Bei Sonnenschein beobachteten wir noch etwas die Eichhörnchen, die um uns herum von Kiefer zu Kiefer rannten, bevor wir uns gegen 9 Uhr über die E22 auf den Weg nach Malmö machten. Da wir heute noch weiter bis Kopenhagen wollten, ließen wir die größte Schiffssetzung Schweden „Ales Stenar“ bei Ystad ausfallen (die haben wir dann 2012 besucht) und fuhren direkt nach Malmö, der drittgrößten Stadt Schwedens. Die E22 wurde gerade zur Autobahn ausgebaut, daher quälten wir uns durch eine endlose Baustelle. Um halb 11 erreichten wir die Tourist Info in Malmö. 

 

Malmö - Västra Hammen

Mit einem Stadtplan bewaffnet suchten wir uns dann einen kostenlosen Parkplatz am ICA Markt in Västra Hammen, dem modernen Hafengebiet. Hier durften wir 2 Stunden parken, länger wollten wir eh nicht bleiben. Wir gingen zum weithin sichtbaren Turning Torso, dem mit 190m höchsten Gebäude Schwedens. Dieser weiße Büroturm, auf den man leider nicht hinauf darf, ist um seine eigene Achse gedreht. Wir gingen am Turm vorbei zum Wasser. Von hier hat man einen tollen Blick auf die Öresundbrücke, die Schweden und Dänemark verbindet und auf das gegenüber liegende Kopenhagen. Wir gingen an der Modernen Promenade am Wasser entlang zum Schloss. Das Schloss sieht wie ein hässliches Fabrikgebäude aus, also gingen wir nur durch den schönen Schlosspark. 

 

Malmö - Gamla Staden

Über die Slottsbron ging es dann in die Altstadt. Wir schauten uns den schönen Lilla Torg und den Stortorget an. Der Lilla Torg ist ein gemütlicher Marktplatz mit vielen Cafés und Restaurants. An diesem Tag fand hier wohl ein Markt statt, es wurden gerade viele Stände auf dem kleinen Marktplatz aufgebaut.

Der Stortorget ist wesentlich größer als der Lilla Torg und mit prachtvolleren Gebäuden. Dafür aber auch nicht so gemütlich und Cafés findet man hier auch nicht. Nach einer Weile in der hübschen Altstadt gingen wir wieder zurück zum Auto. Im ICA Markt gaben wir dann unsere letzten Schwedischen Kronen aus bevor wir gegen Mittag die Stadt verließen.

 

Öresund und Kopenhagen

Gegen eine Gebühr von 40€ überquerten wir bei schönstem Sonnenschein die Öresundbrücke und erreichten Dänemark. Gegen 13 Uhr erreichten wir Ishoj vor den Toren Kopenhagens und checkten im Zleep Hotel Ishoj ein. Das Hotel befindet sich in einem Shopping Center mit direktem S-Bahn Anschluss, ist aber wohl die schäbigste Hütte, in der wir je übernachtet haben. Im 7Eleven Markt kauften wir uns für 130DKK ein 24 Stunden Ticket und fuhren gegen 14 Uhr mit der Bahn nach Kopenhagen.

Wir fuhren bis Norreport und stiegen dort in die voll automatische Metro bis Christianhavn. Zuerst gingen wir zur Vor Frelsers Kirke, der Erlöserkirche. Gegen eine Gebühr von 30DKK konnten wir den Turm der Kirche besteigen. Nach ca. 60 Metern oder 250 Treppenstufen kamen wir auf eine Empore, die sich rund um den Turm erstreckt.

Schon hier hat man eine tolle Aussicht auf die Hauptstadt Dänemarks. Von der Empore führt noch eine schneckenförmige Außentreppe mit 150 Stufen bis zur Spitze des Turmes auf 90m Höhe.

Karin blieb lieber unten, ich schaute mir den tollen Ausblick auf Kopenhagen vonganz oben an. Bei wolkenfreiem Himmel hatte ich eine tolle Sicht auf die ganze Stadt und den Öresund bis rüber nach Malmö.Einfach herrlich. Auf dem Rückweg schauten wir dann noch beim Glockenspieler im Turm vorbei und schauten ihm etwas bei der Arbeit zu.

 

Kopenhagen - Stroget und Nyhavn

Dann gingen wir zu Fuß über die Kanäle Christianshavns zum langen Hafenbecken, das Kopenhagen durchzieht. Wir überquerten das breite Gewässer und erreichten die kleine Insel Slotsholmen. Hier stehen einige der imposantesten Gebäude Kopenhagens, in denen heute teilweise die Ministerien der Regierung untergebracht sind.

Wir gingen am geschwungenen Turm der ehemaligen Börse vorbei, der über einem gewaltigen Kupferdach thront. Dann ging es immer weiter am Wasser entlang, am Schloss Christiansborg mit seinem gewaltigen Kirchturm vorbei, zur Fußgängerzone Stroget.

Wir gingen diese lange Straße entlang, an der sich viele Geschäfte, Souvenirshops und Restaurants befinden. Beim Irish Rover gab es dann Fish and Chips für uns. Dazu tranken wir ein Guinness in der Sonne. Wir liefen den Stroget in die andere Richtung bis zum Kongens Nytorv.

Hinter diesem Platz befindet sich die wohl bekannteste Straße Kopenhagens, Nyhavn. Diese gemütliche Straße direkt am Kanal ist gesäumt mit bunten Häusern, vor jedem Haus befindet sich ein Biergarten, der zu einer Bar oder einem Restaurant gehört. Die Biergärten mit Blick auf die Schiffe und den Kanal waren bei diesem Wetter natürlich gut besucht. 

 

Kopenhagen - Kleine Meerjungfrau und Tivoli

Wir gingen zum Ende der Straße, zum Anleger der Wasserbusse. Die Wasserbusse gehören zum öffentlichen Nahverkehr Kopenhagens und waren mit unserem Ticket befahrbar. Also stiegen wir ins nächste Schiff ein und fuhren bis zum Anleger Nordre Tolbod am alten Kastell. Wir gingen am Gefion Brunnen und am Wassergraben der alten Festung vorbei zur Kleinen Meerjungfrau, dem Wahrzeichen der Stadt. Die kleine Bronzestatue sitzt auf einem Stein direkt am Wasser. Natürlich hatten sich schon etliche Touristen eingefunden, die alle ein Bild mit der Statue machen wollten.

Dann machten wir einen Abstecher durch das alte Kastell zurück zum Anleger. Das Kastell ist von einem Wall und einem Wassergraben umgeben und nur über zwei Brücken begehbar. Wir betraten die alte Wehranlage über die nördlich Brücke und gingen durch das Tor durch den großen Wall.

An den Kasernengebäuden, dem Kommandantenhaus und der Kirche vorbei, durquerten wir die sehenswerte Festung und verließen diese wieder durch das Tor im Süden. Von dort bietet sich eine netter Blick über den Wassergraben auf die hübsche St. Albans Kirche und den Gefion Brunnen.

Dann fuhren wir mit dem nächsten Schiff zurück in die Innenstadt. Eigentlich wollten wir bis zur Endhaltestelle fahren, wir kamen aber nur noch bis Nyhavn, da die Wasserbusse jetzt Feierabend hatten. Also gingen wir wieder zu Fuß über den Kongens Nytorf und die Fußgängerzone bis zum Rathausplatz. An diesem großen Platz befindet sich neben dem Rathaus auch der berühmte Vergnügungspark Tivoli.

Bei beginnender Dämmerung erreichten wir den mit tausenden Glühbirnen beleuchteten Tivoli. Eigentlich wäre jetzt der ideale Zeitpunkt gewesen, den bunt beleuchteten Park zu erkunden, irgendwie waren wir aber mittlerweile geschafft und hatten wir beide keine Lust mehr. Also sparten wir und den Eintritt und warfen wir nur einen Blick vom Eingang auf die vielen bunten Lichter. 

 

Kopenhagen - Mall und Hotel Ishoj

So gingen wir zum Hauptbahnhof auf der anderen Straßenseite und fuhren mit der S-Bahn wieder nach Ishoj. In einer Bar in der Mall tranken wir zum Abschluss auf den Urlaub noch ein Tuborg. Dann holten wir uns Burger und Döner beim Imbiss und gingen damit aufs Zimmer. Das Essen war zwar nicht sonderlich lecker, aber der Hunger treibt es bekanntlich rein.

Da wir nur ein günstiges Übernachtungshotel in Kopenhagen brauchten, schien das Zleep Hotel eigentlich ideal. Mit 50€ fürs Zimmer recht günstig und Verkehrsanbindung vor der Tür. Allerdings haben wir wohl noch nie in so einem schlechten Hotel übernachtet. Der Teppich des Raucherraums, den wir bekamen (es wurde nicht gefragt, ob wir überhaupt Raucher sind), war übersäht mit Brandlöchern. Außerdem verliefen über den gesamten Boden ekelige undefinierbare Flecken. Selbst die Fliesen im Badzimmer waren nicht sauber und sahen aus, als wenn sie seit Wochen nicht gereinigt worden wären. Also gingen wir nur mit Badelatschen durchs Zimmer und passten auf, dass nichts auf den Boden fiel. Selbst die Fenster im 9. Stockwerk ließen sich komplett öffnen. Hatte man die Fenster erst mal auf, war es ein Problem diese wieder zu schließen. Wir setzten uns aufs Bett und wollten noch etwas Fernsehen. Doch zu unserer Verwunderung ging die Matratze plötzlich hinten hoch und mein Kopfende versank im Bettkasten. Des Rätsels Lösung: Die Matratze war nur auf einer ca. 1cm breiten Latte direkt am Kopfbrett aufgelegt. Kein Wunder also, dass die Matratze wegrutschte. Also reparierten wir das Bett wieder und versuchten, uns die ganze Nacht möglichst wenig zu bewegen.

Gefahrene Kilometer: 162

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