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Tag 10 - Ölands Norden

Dienstag, 20.09.2011

 

Öland - nördliches Ende

Nach dem Frühstück fuhren wir gegen halb 10 bei tollstem Sonnenschein los nach Öland. Über die Ölandbrücke und die 136 ging es nach Borgholm, dem Zentrum der 130km langen Insel. Kurz vor der Stadt befinden sich das Borgholm Slot, eine große Burgruine und das Solliden Slot, die Sommerresidenz der Königsfamilie. Beides hatte zu dieser Zeit aber schon geschlossen, also fuhren wir weiter. Der Campleiter in Mönsteras gab uns den Tipp, wir sollen bei Nisse’s Fisk & Rökeri (Per Lindströms Väg in Borgholm) anhalten. Dort gebe es den Besten Fisch auf Öland. Etwas versteckt entdeckten wir dann die Räucherei und kauften 2 Makrelen mit Dillwürzung und 2 Makrelen mit Pfeffer und Zitrone. Wir kauften noch schnell im ICA ein, dann ging es weiter über die 136 Richtung Byxelkrok an der Nordspitze der Insel. 

 

Öland - Byrum Raukar und Böda Bucht

Bei Löttorp wies ein Straßenschild auf den Norra Udde Turistvägen hin, also verließen wir die Hauptstraße und folgten der Touristenstraße. Wenig später erreichten wir Byrum. Hier haben Wind und Meer bizarre Sandsteinformationen geschliffen. Auch wenn die Raukar, wie diese Gebilde heißen, auf Gotland wesentlich höher sind, so lohnt sich ein Abstecher trotzdem. Vor allem wenn man, wie wir, noch keine dieser Formationen vorher gesehen hat. Wir kletterten noch etwas durch die Felsen und fuhren dann weiter nach Norden.

Einige Kilometer hinter Böda folgten wir dem Hinweisschild zum Homrevet Strand in der Böda Bucht. Unser Auto war wieder das einzige auf dem großen Parkplatz, im Sommer scheint hier wohl erheblich mehr los zu sein. Also packten wir unsere Campingstühle, Fisch und Brötchen ein und gingen über einen langen Holzsteg durch den Kiefernwald zum Strand.

Bei Windstille und Sonne pur setzten wir uns zwischen die Dünen in den Sand mit Blick auf die Ostsee. An diesem endlosen Sandstrand war außer uns keine Menschenseele zu sehen. Wir machten es uns gemütlich und aßen den in Borgholm gekauften Fisch. Vor allem der Fisch mit der Dillmischung ist zu empfehlen, der Tipp hatte sich wirklich gelohnt. Für Karin war die Makrele etwas gewöhnungsbedürftig, ausgerechnet ihre hatte so viele Gräten. Aber alles außer Forelle Vierkant isst sie eh nicht so gerne.

 

Öland - Trollskogen und Langer Erik

Eigentlich hätten wir hier noch Stunden verbringen können, aber wir wollten ja noch weiter. Wir fuhren zur Nordostspitze Ölands und hielten am Trollskogen an. Dieses wilde Waldgebiet erstreckt sich über die gesamte Nordostspitze. Da die Bäume Wind und Wetter ausgesetzt sind und daher sehr knorrig und krumm wachsen, hat der Wald (Trollwald) seinen Namen.

Es gibt mehrere Rundwege durch den Wald, die auf den kleinen Prospekten, die am Eingang ausliegen, eingezeichnet sind. Wir entschieden uns für eine Mischung aus dem roten und gelben Weg. Also gingen wir durch den urigen Wald, an der Steinigen Küste vorbei bis zum Wrack des Schoners Swiks. Dieses Schiff strandete 1926 an der Küste und liegt seitdem hier.

Wir verließen diesen urigen Wald wieder und fuhren zur Nordwestspitze, dem eigentlichen Nördlichen Ende Ölands. Hier thront der Leuchtturm Langer Erik. Über eine Brücke kommt man auf die kleine Insel, auf die der Leuchtturm gebaut wurde. Der hat allerdings wohl nur bis Anfang September geöffnet, so dass wir auch diesen Turm nicht hinaufsteigen konnten. Also verließen wir das Nordende wieder und fuhren auf der 136 wieder nach Süden.

 

Lerkaka und Mönsteras Kustväg

Da es noch recht früh war, verließen wir die 136 hinter Södvik und fuhren über die Ostseite der Insel Richtung Norra Möckleby. Da ich im Reiseführer ein schönes Foto von Kapelludden gesehen hatte, fuhren wir einen kleinen Abstecher dorthin. Allerdings sieht das Foto besser aus, als es in Wirklichkeit ist, also drehten wir wieder um. Bei Lerkaka stehen auf einem Hügel direkt an der Straße mehrere typische Windmühlen. Wir hielten kurz und schauten uns die Windmühlen an, bevor wir die Insel wieder verließen. Wir fuhren zu IKEA in Kalmar und aßen dort zu Abend. Dann ging es wieder über die E22 zurück nach Mönsteras. Einige Kilometer vor der Stadt geht der Mönsteras Kustvägen ab. Wir folgten dieser alten Küstenstraße und landeten bald in Pataholm, einem alten, kleinen Küstenörtchen wie aus einem Heimatfilm. Weiter ging es an der Küste und einer alten Klosterruine entlang, bis wir gegen 19 Uhr Mönsteras erreichten. 

Gefahrene Kilometer: 359

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