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Tag 7 - Göteborg

Sonntag, 02.09.2012

 

Göteborg Card

Nachdem wir die Hütte aufgeräumt hatten, verließen wir um 9 Uhr die Insel Tjörn und fuhren im Regen über die E6 nach Göteborg. Um viertel vor 10 parkten wir auf dem Parkplatz Heden, relativ Zentrumsnah und frei Parken mit der Göteborg Card. Da wir die Göteborg Card erst noch kaufen mussten, schmissen wir 10SEK für 45 Minuten Parkzeit in den Automaten. Mittlerweile hatte der Regen auch aufgehört und wir gingen ein paar hundert Meter zum Kungsportplatsen, an dem sich die Tourist Info befindet. Zu unserem Entsetzen hatte die Info aber sonntags geschlossen, und das obwohl bis heute noch Saison war in Göteborg. Die zweite Info im Nordstan Center hatte sonntags zwar geöffnet, aber erst ab 12. Irgendwie schien uns Göteborg das größte Dorf Schwedens zu sein.

Also gingen wir zum nächsten Hotel, laut Internetseite soll es die Karten auch in allen Hotels geben. Dort gab es zwar auch keine Göteborg Karte, aber die Info, wo wir eine bekommen könnten. In jedem Pressbyran sollten die Karten zu kaufen sein, das nächste sollte am Hauptbahnhof sein. Natürlich fing es auch wieder an zu regnen und wir kämpften uns unter Arkaden und Vordächern bis zum Bahnhof durch. Und, oh Wunder, kurze Zeit später hatten wir unsere Karten in der Hand, für 285SEK pro Karte. Wir gingen wieder zum Auto und füllten unseren Parkausweis aus, ab jetzt durften wir 24 Stunden kostenlos auf allen öffentlichen Parkplätzen Göteborgs parken. 

 

Göteborg - Universeum und Lisebergs Park

Der Regen hatte wieder aufgehört, also beschlossen wir, zu Fuß zum Universeum zu gehen. Wir gingen zur Straße und sahen direkt hinterm Parkplatz ein geöffnetes Pressbyran. Na herzlichen Glückwunsch, da hätten wir uns die Tortur ja sparen können.

Nach ein paar Minuten erreichten wir dann das Universeum, hier hatten wir dank Göteborg Card freien Eintritt. Dieses Museum ist eine Mischung aus Zoo und Wissenschaftszentrum. Der größte Teil besteht aus einem Regenwald, in dem die Tiere teilweise frei herumlaufen. Einen weiteren großen Teil nimmt der Weg des Wassers ein. Mit einer Zahnradbahn geht es auf die Berge, von da aus kann man dann dem Flusslauf bis ins Meer folgen. Am Ende des Weges befindet sich dann ein Meeresaquarium. Zusätzlich gibt es noch einige Bereiche, die zum Mitmachen und Entdecken anregen, so kann man sich z. B. an eine Wand kletten oder gegen den Computer über Hürden laufen. Viele der Aktionen sind aber eher für Kinder bestimmt. Karin hat es super gefallen, ich müsste dem Universeum aber keinen Besuch mehr abstatten.

So verließen wir das Museum nach etwas 1,5 Stunden und gingen zum Liseberg, dem größten Freizeitpark Schwedens, der sich nur ein paar Meter weiter befand. Auch hier hatten wir dank Göteborg Card freien Eintritt. Allerdings muss man für die Fahrten extra bezahlen, der Eintritt berechtigt wirklich nur für den Eintritt auf das Gelände. Für deutsche Verhältnisse ist der Park aber recht klein, für Leute, die Nervenkitzel suchen scheinen die Fahrgeschäfte auch recht langweilig. Aber wir wollten ja eh nur mal durch den Park laufen, der recht schön gestaltet ist. Nach einer Portion Fish and Chips verließen wir Liseberg dann wieder. 

 

Göteborg - Sightseeing

Mittlerweile regnete es auch wieder und wir nahmen die Straßenbahn zurück zum Kungsportsplatsen. Als wir ausstiegen, sahen wir einen Sightseeing Bus an der Haltestelle vor dem Theater. Mit unserer Karte konnten wir auch hier kostenlos mitfahren. Wir bekamen Kopfhörer und konnten uns die Tour auf Deutsch anhören. An der letzten Haltestelle vorm Kungsportsplatsen steigen wir dann aus und der Regen hörte auf.

Hier am Lilla Bommen war auch eine Station des Sightseeing Bootes, welches laut Plan in 5 Minuten anlegen sollte. Wir warteten eine Weile, aber nichts kam. Also schauten wir uns etwas am Hafen um. Hier steht auch das rot-weiß gestreifte Hochhaus Utkiken, die Panoramaterrasse ist aber Sonntags nicht geöffnet. Wir gingen durchs Nordstan Center, der größten Shopping Mall Skandinaviens, zurück in die Innenstadt. Am Gustav Adolfs Torg vorbei gingen wir zurück zu unserm Ausgangspunkt.

Mittleiweile hatten wir auch schon die Boote gesehen, also fragten wir am Anleger der Paddan Touren, wann die nächste Tour starten würde. Das Boot war wohl gerade weg und die nächste Tour ging erst um 17 Uhr, also in über einer Stunde. Also gingen wir in den Trädgardsföreningens Park, der sich gegenüber befand. Dort sollte sich neben Palmenhaus und Rosarium auch ein Schmetterlingshaus befinden. Doch das Haus existierte nicht mehr, so gingen wir zurück um vielleicht eines der Hop On/Hop Off Boote zu erwischen, die sich scheinbar an keinen Fahrplan hielten. Die Haltestelle am Kungsportsplatsen fanden wir nicht, also gingen wir am Kanal entlang zur nächsten Station, der Freskekörka, einer Schlemmerhalle. Wir waren fast da, da kam uns das Boot entgegen. Genervt gaben wir uns dann geschlagen. Nach Oslo hatte sich Göteborg zur zweiten Minusstadt für uns entwickelt. Also nahmen wir den Bus zurück zu unserem Parkplatz.

 

Mölndal

Wir fuhren einige Kilometer südlich nach Mölndal. Der Campingplatz hatte schon geschlossen, also blieb uns nur das Ibis, welches wir für einen Spottpreis von "nur" 835SEK bekamen. Aber einen Campingplatz suchen hätte um diese Zeit nicht wirklich Sinn gemacht, da ja schon die Nebensaison begonnen hatte. Dann suchten wir einen Supermarkt, was sich als gar nicht so einfach herausstellte. Entweder war der Markt um 18 Uhr schon geschlossen oder hatte keinen Parkplatz. Irgendwie passte das alles zum Tag und zu unserem Eindruck von Göteborg als großes Dorf.

Aber wir hatten Hunger, also parkten wir auf einem kostenpflichtigen Parkplatz und gingen durch den Ort zum Supermarkt. Im Hemköp gab es dann noch einige letzte Spare Ribs in der Wärmetheke. Zurück im Hotel stellten sich die Rippchen aber als Knorpel mit riesigen Knochen und kaum Fleisch heraus. Außerdem war der Geschmack auch nicht toll. Sollten unsere Kinder mal Blödsinn machen werden wir wohl damit drohen: "Hört auf damit oder ihr kommt nach Mölndal".

Gefahrene Kilometer: 82

Übernachtung: Ibis Hotel Mölndal, Doppelzimmer für 835 SEK pro Nacht

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