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Tag 6 - Orust und Skaftö

Samstag, 01.09.2012

 

Orust

Noch vorm Weckerklingeln wachten wir um 8 Uhr auf. Nach einem Kampf mit der Dusche, die fast nicht einzustellen war, frühstückten wir und verließen die Insel Tjörn, um zur größten Schäreninsel Schwedens zu fahren, der Insel Orust. Auf Tjörn angekommen, fuhren wir in Varekil auf die R178 und verließen diese bei Tegneby in Richtung Nösund. Nach einigen Kilometern kam schon das erste Highlight. Kurz hinter Tegneby sahen wir ein Schild, das auf eine Sehenswürdigkeit hinwies. Wir fuhren zum kleinen Parkplatz, auf dem aber nur ein Pfeil, aber noch keine Beschreibung zu sehen war. Also liefen wir den kleinen Weg etwa einen Kilometer, bis wir ein kaum zu überbietendes Kulturdenkmal bewundern durften, ein altes Steingrab. Das Grab war so wahnsinnig groß, dass wir es ohne die Hinweistafel nicht mal erkannt hätten. Wahrscheinlich hätten wir es nur für einen Fuchsbau gehalten. Nach diesem ersten Fest für die Augen konnte ja nichts mehr schiefgehen.

 

Orust - Mollösund

Wir gingen wieder zum Auto und fuhren weiter nach Mollösund an der Südwestspitze Orusts. Wir waren früh da und bekamen einen der wenigen Parkplätze direkt am Hafen. Wir gingen durch die kleinen Gassen an den alten roten Häuschen vorbei und genossen das schöne Wetter. Hinterm Hafen entdecken wir dann den kleinen Leuchtturm. Da wir nicht wussten, wie wir am Besten da hin kommen, gingen wir erst mal zur Badestelle. Auch wenn sich die Temperatur angeboten hätte, wenigstens mit den Beinen ins Wasser zu gehen, verwarfen wir die Idee aber schnell wieder. Wie am Hafen wimmelte es auch an der Badestelle nur so von Feuerquallen.

Also versuchten wir über den Felshügel zum Leuchtturm zu kommen. Dies stellte sich schwerer raus als gedacht, da uns immer wieder Spalten oder steile Felsen den Weg versperrten. Mittlerweile waren wir aber schon so weit, dass es eh nicht mehr zurück ging. Irgendwann hatten wir es geschafft und standen direkt hinter einem Haus. Nur blöd, dass wir auf einem Felsen standen und vor uns eine Felsspalte war. Also blieb uns nur der Weg über den Hintergarten des Hauses und einige Meter weiter waren wir dann endlich am kleinen Leuchtturm. Hier wollte wirklich eine Familie baden gehen, obwohl auch hier Feuerquallen waren. Die Schweden scheinen da wohl irgendwie abgehärtet zu sein.

Zurück ging es dann in die andere Richtung und nach 50 Metern waren wir auf einem großen, geteerten Platz einer Fischfabrik. Aber warum einfach, wenn man doch über Felsen klettern kann?!? Wieder zurück am Auto wollte ich eigentlich meine kurze Hose anziehen. Dummerweise lagen unsere Koffer aber in der Hütte. Bleibt man einmal zwei Tage in einer Hütte...

 

Skaftö - Fiskebäckskill

Als nächstes fuhren wir nach Norden zum Anleger nach Gullholmen, einem kleinen autofreien Fischerort ein paar hundert Meter vor der Küste. Allerdings fuhr die Fähre nur alle paar Stunden, also drehten wir wieder um.

Bei Morlanda nahmen wir dann wieder eine Autofähre, um auf die Inseln Malö und Fläton zu kommen. Wir fuhren über eine tolle, kurvige Straße bis zum Ende der Inseln, wo sich die nächste Fähre befand. Schon alleine wegen dieses Weges hatte sich die Fahrt über die beiden Inseln gelohnt, außerdem war es noch der kürzeste Weg nach Fiskebäckskil.

Wir erreichten den kleinen Ort auf der Insel Skaftö und nachdem wir eine Ehrenrunde durch das Dorf gedreht hatten, fanden wir auch endlich einen freien Parkplatz. Mittlerweile war es Mittag und das einzige Restaurant am Jachthafen platzte aus allen Nähten. In einem kleinen Shop organisierten wir noch kurz eine Detailkarte der Region, wir hatten Orust ja mittlerweile verlassen. Der Ort scheint ein wirklich beliebtes Ziel bei Jachtbesitzern zu sein. Den vielen Jachten an den Anlegern zu urteilen, gab es hier mehr Boote als Einwohner. 

 

Uddevalla

Wir hatten jetzt die Möglichkeit, mit der Fähre über den Gullmarn Fjord nach Lysekil zu fahren, oder nach Uddevalla. Wir entschieden uns für die größte Stadt Bohusläns und fuhren nach Uddevalla. An der Kreuzung der R160 und R161 hielten wir an einer Pizzeria. Der Boden war nicht wirklich kross, dafür war aber zu viel Käse drauf, was aus allem einen Brei machte. Na ja, Schweden ist ja auch nicht für Pizza bekannt und zumindest war der Hunger weg.

Wir erreichten Uddevalla und fuhren erst mal zur Tourist Info, die aber schon geschlossen hatte. Zumindest lagen außen Stadtpläne aus, so wussten wir wenigstens wo es lang geht. Wir fuhren zum Gustafsberg und gingen ein Stück über die schöne Strandpromenade mit Blick auf den Byfjorden. Dann fuhren wir weiter zum Skalbanksmuseet, wo sich die größten fossilen Muschelbänke der Erde befinden. Wir hatten uns das ganze aber etwas spannender vorgestellt. Das Museum war geschlossen und die Muschelbänke waren auch nicht wirklich der Hammer. Es sah mehr aus wie eine zugewachsene Düne, nur anstatt aus Sand aus zertretenen Muscheln. Wahrscheinlich wäre Lysekil die bessere Wahl gewesen.

Wir fuhren wieder zurück nach Orust und hielten in Henan Ausschau nach einer Räucherei. Da wir keine finden konnten kauften wir im Supermarkt einfach etwas Fleisch. Gegen 18 Uhr waren wir dann wieder an unserer Hütte, setzten uns auf die Terrasse und grillten. Danach machten wir noch einen kleinen Spaziergang zum Badestrand mit Blick auf die Tjörnbrücke.

Gefahrene Kilometer: 207

Übernachtung: Almö Camping, Hütte mit kleiner Küche für 500SEK pro Nacht

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