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Tag 1 und 2 - Anreise und Skane

Montag, 27.08.2012

 

Anreise

Nachdem wir nach und nach unsere Sachen zusammen gepackt hatten, gab es als Abendessen noch etwas gegrilltes und gegen 20:30 Uhr verließen wir den Teutoburger Wald in Richtung Norden. Noch schnell die letzten Sachen einkaufen, das Auto tanken, dann ging es ab auf die Autobahn, an den Baustellen zwischen Bremen und Hamburg vorbei, bis nach Lübeck. Gegen viertel nach 12 kamen wir dann am Skandinavienkai in Travemünde an. Schnell die Buchung vorgelegt und wir bekamen unsere Tickets fürs Schiff und stellten uns in die Reihe der wartenden Autos.

Nach einer Stunde warten ging es gegen halb 2 aufs Schiff. Wir hatten eine Innenkabine mit Etagenbett. Nur zum Schlafen ganz OK, auch wenn die Kabinen auf der Color Line wesentlich bequemer sind. Aber wir hatten ja auch das Economy Schiff der TT-Line gebucht. Wir versuchten schnell einzuschlafen und legten uns ins Bett, noch bevor das Schiff den Hafen verließ.

Gefahrene Kilometer: 342

 

Dienstag, 28.08.2012

 

Ystad und Ales Stenar

Der Wecker klingelte um halb 9 und die nicht ganz so erholsame und zu kurze Nacht ging zu Ende. Nachdem ich die ganze Zeit immer aufs Bett geklettert war, entdeckte ich eine Leiter fürs obere Bett, die an der Wand hing. Na egal, jetzt war es dafür eh zu spät. Wir machten uns fertig, frühstückten und gingen noch etwas an Deck. Pünktlich um 10 Uhr erreichten wir Trelleborg und es ging bei schönstem Sonnenschein vom Schiff. Über die R9 ging es die ganze Zeit am Wasser entlang nach Osten. Am südlichsten Punkt Schwedens vorbei, dem Leuchtturm in Smygehamn, ging es nach Ystad, zu unserer ersten Station für heute.

Um halb 12 erreichten wir den Parkplatz an der Tourist Info direkt in der Innenstadt. Wir holten Schwedische Kronen am nächsten Bankautomat, kauften uns ein Parkticket und deckten uns mit allen wichtigen Karten im Touristenbüro ein. Natürlich wie überall in Schweden kostenlos.

Wir gingen in die Innenstadt und schauten uns Ystad an. Es ging zum Stortorget, dem alten Marktplatz mit hübschen Häusern und der Kirche, dann schlenderten wir ein wenig durch die gemütlichen Gassen. Danach ging es noch zum Hafen, gerade legte eine Fähre nach Bornholm ab. Nach etwas über einer Stunde hatten wir dann eigentlich alles gesehen und verließen das hübsche Küstenstädtchen.

Bei Nybrostrand verließen wir die R9 und fuhren Richtung Kaseberga. Unser Ziel war die größte Schiffsetzung Skandinaviens, Ales Stenar. Das Auto stellten wir auf dem Parkplatz ab und gingen erst mal zum Hafen. An den Klippen wimmelte es nur so von Paraglidern, die über der Küste „schwebten“. In der überfüllten Räucherei holten wir uns frisch geräucherten Lachs und gingen den Weg hoch zur Schiffsetzung. Nach und nach erschienen die riesigen Steine am Horizont und wir schauten uns die gewaltige Stätte an. Leider zogen mehr und mehr Wolken auf. Bei klarem Himmel ist die Schiffsetzung hoch über dem offenen Meer wohl noch beeindruckender.

Wir setzten uns an die Klippen und packten unseren Fisch aus, schon fing es an zu regnen. Also flüchteten wir zurück und stellten uns unter einem Baum und aßen zu Ende. Der Fisch ist wirklich zu empfehlen, auch wenn er nicht ganz günstig war. Der Regen hörte nach kurzer Zeit auf und wir gingen zurück zum Auto.

 

Ostküste Skane

Wir fuhren die tolle Küstenstraße zwischen den grasbedeckten Hügeln weiter und erreichten etwas später das Küstendorf Simrishamn. Leider fing es wieder an zu regnen, also stiegen wir nicht aus, sondern fuhren nur durch den bestimmt sehenswerten Ort. Die bunten Häuser an der Straße erinnerten uns etwas an den Ort Dingle in Irland. Hier in Skane bekommt man die typischen schwedischen Holzhäuser noch nicht viel zu sehen. Da die Provinz lange zu Dänemark gehörte, sieht man hier viele Backsteinhäuser im dänischen Stil.

Es ging wieder auf die R9 nach Norden und nach kurzer Zeit erreichten wir den Stenshuvud Nationalpark. Leider machte uns das Wetter immer noch einen Strich durch die Rechnung. Also gingen wir nicht auf den Gipfel des Berges, von dem man einen tollen Blick auf die Umgebung und aufs Meer haben soll, sondern fuhren weiter nach Norden.

Vorbei an den vielen Apfelplantagen ging es nach Kivik, dem Herzen des schwedischen Apfelanbaus. Mittlerweile war das Wetter auch wieder besser. Unser Ziel war es aber nicht, Äpfel in rauen Mengen zu kaufen, sondern Kungagraven, eines der größten Steingräber Nordeuropas. Und tatsächlich sieht das Grab von außen schon gewaltig aus. Die Besichtigung kostete ausnahmsweise mal etwas, aber die 25SEK sind ja noch zu verschmerzen. Wir bezahlten also und kamen auf die andere Seite des riesigen Steinhügels. Von hier führt ein Weg ins Innere, zur eigentlichen Grabkammer. Dort ist ein altes Grab zu sehen, verziert mit vielen Felsritzungen. Schon beeindruckend, wenn man bedenkt, dass das Grab vor 3000 Jahren gebaut wurde.

Danach verließen wir Kivik in Richtung Norden, um eine Übernachtungsmöglichkeit zu finden. Wir fuhren zum Campingplatz nach Kristianstad, allerdings stellte sich dieser eher als eine Jugendherberge dar. Also verließen wir Skane in Richtung Osten und versuchten unser Glück in Karlshamn. Wir waren um kurz nach 6 am Campingplatz, und natürlich, der Platz hatte nur bis 6 auf und war schon geschlossen. Wir suchten den nächsten Platz, der aber, war ja klar, auch schon geschlossen war.

Na ja, wir hatten ja noch einen Trumpf im Ärmel. Auf dem Weg hatten wir direkt an der E22 einen Platz gesehen, der auch Hütten vermietete. So ging es zurück Richtung Sölvesborg und nach einer viertel Stunde hatten wir endlich unsere Stugor. Für 350SEK reichte es dann aber auch nur für eine Hütte zum Schlafen ohne Küche oder Wasseranschluss. Für eine Nacht aber OK.

Mittlerweile war es auch schon fast 7 Uhr Abends, also setzten wir uns vor die Hütte und aßen unseren leckeren Fisch auf. Wir gingen noch einmal über den Platz zur Ostsee und fielen dann hundemüde ins Bett.

Gefahrene Kilometer: 278

Übernachtung: Alholmens Camping, Hütte für 350SEK

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