Tag 7 - Tassos Beach, Kolymbia und Charaki

Montag, 25.06.2018

 

Tassos Beach

Wir ließen den Morgen wieder entspannt angehen und frühstückten erst mal gemütlich im Hotel. Gegen 10 machten wir uns dann auf den Weg in Richtung Norden. In Faliraki verließen wir die Hauptstraße und fuhren wieder durch das „Action-Resort“, einem der belebtesten Ferienorte auf Rhodos. Vor allem junge Briten verbringen hier ihren Urlaub. Direkt hinter der Party Hochburg bogen wir auf eine kleine Nebenstraße ab, die zu einigen kleinen Stränden führt.

An der Abzweigung zum Tassos Beach stellten wir unser Auto unter den Bäumen ab und gingen runter zum Strand. Hier handelt es sich nicht um einen Sandstrand wie in Faliraki, sondern vor uns erstreckte sich eine wunderschöne Felsbucht. In der Bucht befindet sich ein Kieselstrand, daneben sind mehrere natürliche Felsbecken, welche regelmäßig vom Meer „befüllt“ werden oder auch ständigen Meerzugang haben.

Wir schauten uns zuerst die Felsbecken an. Das Meer war ruhig und keine Welle schwappte in die abgetrennten, seichten Becken. So war das Wasser natürlich richtig warm. Das Wasser ging in diesem Felspool kaum bis zum Knie, also eigentlich ein idealer Ort für Kinder. Teilweise entdeckt man hier auch Muscheln oder Krebse.Hier  Die abgetrennten Pools waren aber recht glitschig, also gingen Karin und Julian zum Pool mit dauerhaftem Meerzugang. Hier waren die Felsen nicht so rutschig.

Danach suchten wir uns eine Liege am Steinstrand. So gut wie keine Liege war belegt, also hatten wir freie Auswahl. Karin war mit Julian schon durch die flachen Pools spaziert, also nahm ich ihn mit in die Bucht. Julian hatte Wasserschuhe an, das wäre auch für mich hilfreich gewesen. Ich hatte aber keine und ging vorsichtig über die Steine ins Wasser. Je tiefer das Wasser wurde, desto mehr nahmen die Schmerzen unter den Fußsohlen ab 😉

Dann setzte ich Julian wieder am Strand ab und schwamm eine Runde durch die Bucht. So richtig tief wird das Wasser in der Bucht nicht und selbst im etwas tieferen Wasser ragten immer wieder große Felsen bis fast unter die Wasseroberfläche. So konnte man sich zwischendurch auf die Felsen stellen oder setzen und eine Pause einlegen. Und das mitten im Meer. Von Strand sah es teilweise so aus, als könne man über das Wasser laufen. Ein klasse „Spielplatz“ im Meer.

Wer Lust hatte, konnte auch bis zur gegenüberliegenden Seite der kleinen Bucht schwimmen, an der sich ebenfalls eine Taverne mit Sonnenliegen in den Felsen befand. Wir blieben aber auf unserer Seite und bestellten einen Mittagssnack bei den Kellnern der Taverne, die immer wieder zu den Liegen kamen. Der kleine Snack entpuppte sich als eine ordentliche Portion, die wir nicht mal auf bekamen. Warum hatten wir diesen Strand eigentlich nicht früher gefunden? Viel schöner als der Tsambika Beach oder auch der Traganou Beach, und scheinbar wirklich noch ein Geheimtipp.

 

Kolymbia

Gegen halb zwei verließen wir diesen tollen Ort und drehten auf der Rückfahrt zum Hotel noch eine kleine Runde durch Faliraki. Danach war es Zeit für Julians Mittagsschlaf, so dass wir erst wieder um halb 5 losfuhren. Mit der Klimaanlage im Zimmer ließ sich aber wenigstens die Hitze aushalten 😉

Eigentlich wollten wir noch einmal an der Westküste entlang fahren, doch wir fanden im Hotel einen Flyer für eine Bootstour, also entschieden wir uns um. Die Tour sollte von Kolymbia starten, und so fuhren wir zur markierten Anlegestelle in den nur wenige Kilometer entfernten Ort. Am Anleger angekommen, wurden wir von der Crew informiert, dass der Flyer alt sei und die Abendfahrt nur im letzten Jahr stattfand. Na super, das hatte sich ja gelohnt.

Aber weil wir jetzt eh schon hier waren, fuhren wir ein paar Meter weiter zum Hafen, auf der anderen Seite der kleinen Halbinsel, und schauten uns da etwas um. In dieser hübschen Bucht befindet sich ein Badestrand und ein kleiner Jachthafen. Außerdem thront eine kleine weiß-blaue Kapelle auf einem Felsen am Ende der Bucht. Ein hübscher Anblick und ein netter Ort für einen kleinen Spaziergang.

Dann merkten wir, dass wir Julians Tee vergessen hatten. Da das Hotel nicht weit entfernt war, fuhren wir schnell zurück und holten die Flasche. Der Ort Kolymbia sah uns bei der Durchfahrt aber auch nett aus, also fuhren wir durch die Allee, die von der Hauptstraße abzweigt, wieder in den kleinen Ort. Wir parkten unter den Bäumen und schauten uns Kolymbia an.

In diesem netten Touristenort gibt es alles, was man benötigt. Von den typischen Touri-Shops bis zu einer Vielzahl an Bars und Restaurants war alles vertreten. Und sogar einen kleinen Fun-Park für Kinder gab es. Außerdem nicht zu überlaufen trotz einiger Hotels rund um den Ort. Scheinbar ein netter kleiner Ort, um seinen Urlaub zu verbringen.

 

Charaki

Nachdem wir unseren Bummel durch die Shops beendet hatten, fuhren wir gegen 19 Uhr weiter. Unser Ziel war das etwa 15 Kilometer südlich gelegene Charaki. Unser Reiseführer hatte uns den Ort empfohlen, also wollten wir hier unseren letzten Abend auf Rhodos an den Tischen einer Taverne genießen. Und der Reiseführer hatte nicht zu viel versprochen. Charaki hat keinen Ortskern, sondern ist eigentlich nur eine kleine Ansammlung von Häusern an einer Bucht.

Wir parkten unser Auto auf dem Parkplatz außerhalb des kleinen Örtchens und gingen zur Strandpromenade, an der sich die Gebäude aneinanderreihten. Und schon der Eingang zur Promenade war vielversprechend. Es ging zwischen einer kleinen Kapelle und einer von Blumen berankten Cocktailbar hindurch zur Bucht.

Hier befanden sich direkt einige Restaurants die ihre Tische unter Markisen direkt auf der Promenade hatten. Dahinter die Sonnenschirme der Strandliegen auf dem Kieselstrand. Wir gingen aber erst mal an den Tavernen vorbei zum Ende der Bucht. Auf der rechten Seite die Bucht, in der einige Boote ankerten und auf der anderen Seite der Promenade die Tavernen und Gästehäuser. Und dahinter ragte auf einem Berg die Ruine des Feraklos Castle empor. Wirklich ein toller Anblick.

Wir gingen fast bis zum Ende der Promenade und setzten uns an einen der Tische des Charaki Harbour Restaurants. Die Tische waren ebenfalls auf der Promenade angebracht, allerdings nicht unter Markisen, sondern direkt unter einigen Bäumen. Und am Eingang zum Restaurant standen Palmen. Einen schöneren Ort zum Abendessen konnten wir wohl nicht finden. Zwar waren die wenigen Tische außen schon belegt, in der „zweiten Reihe“ war es aber auch sehr gemütlich. Und das Essen schmeckte auch noch.

Wir blieben sitzen bis die Dämmerung einbrach. Einige Laternen unter den Bäumen erstrahlten und die Palmen wurden bunt beleuchtet. Dazu der Blick auf die Bucht und die illuminierte Strandpromenade, und im Hintergrund die angestrahlte Ruine. Für den letzten Abend hatten wir wohl den perfekten Ort gefunden. Wir gingen langsam an der Promenade wieder zurück und genossen den schönen Anblick bis es dunkel wurde. Um viertel nach 9 verließen wir den hübschen Ort dann und fuhren zum Hotel zurück.

Gefahrene Kilometer: 96

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