Tag 5 - Lindos und Epta Piges

Samstag, 23.06.2018

 

Lindos - zweiter Versuch

Heute klingelte der Wecker bereits um 6:45, denn wir wollten nochmal nach Lindos und versuchten, vor den Touristenmassen da zu sein. Doch mit Kleinkind dauert alles etwas länger, und nachdem wir gefrühstückt und alles zusammengepackt hatten, war es dann doch 8:30, als wir los fuhren. Aber immerhin noch eine halbe Stunde früher als am Vortag…

Gegen 9 erreichten wir Lindos dann. Ich lud Karin und Julian wieder unten ab und parkte das Auto. Es waren zwar schon ein paar Busse auf dem Parkplatz, der Andrang hielt sich aber noch in Grenzen. Direkt an der Gasse, die den Eingang in den Ort bildet, befindet sich eine Esel-Taxi Station. Da Karin schwanger nicht den ganzen Weg hoch zur Akropolis laufen wollte, überlegten wir auf einem Esel hoch zu reiten. Doch Karins Hebamme riet davon ab, also ließen wir die Akropolis, die auf dem Felsen hoch über Lindos thront, ausfallen. Der Ort hat aber auch ohne einen Besuch der Hauptattraktion viel zu bieten.

 

Lindos - Stadtbummel durch die weißen Häuser

Wir schlenderten durch die kleinen Gassen zwischen den kalkweißen Häusern und bahnten uns einen Weg durch Lindos. Die Sonne reicht meist nicht in die kleinen Gassen oder es sind Markisen aufgespannt, dementsprechend war es hier angenehm kühl. Nach einigen Abbiegungen fühlten wir uns wie in einem Labyrint, allerdings in einem wunderschönen Labyrinth, aus dem man gar nicht mehr herausfinden möchte.

Wir schlenderten durch ein paar Souvenir Shops und am berühmten Captain`s House vorbei. Es ging durch kleine Gassen und über einige Treppen immer weiter den Hügel der Akropolis hoch. So langsam bekamen wir Durst von der Kraxelei und das Café Lassau sah uns sehr einladend aus. Also setzten wir uns auf die schöne Dachterrasse in den Schatten der die Terrasse überrankenden Weinreben. Dazu gab es einen erfrischenden Smoothie, den wir beim Ausblick über Lindos genießen konnten.

Da das Café schon am Hang der Akropolis gelegen war, konnte man von der Dachterrasse einen Großteil der weißen Häuser von Lindos überblicken. Ein wirklich herrlicher Ort für eine kleine Pause. Zur Akropolis wäre es aber noch ein steiler Aufstieg gewesen, also gingen wir langsam wieder zurück. Und je weiter wir zum Platz an der Eseltaxi Station kamen, um so voller wurden die Gassen. Wir waren also wirklich noch passend angekommen, um vor den Touristenmassen durch die Gassen zu schlendern.

Gegen 11 saßen wir wieder im Auto und verließen diesen tollen Ort. Wir nahmen aber nicht den direkten Weg, sondern fuhren die kurze Ringstraße entlang, die um die Halbinsel führt, auf der Lindos liegt. Die Straße lohnte den Umweg und bot wunderschöne Ausblicke auf die weißen Häuser von Lindos und die Akropolis.

 

Mittagsschlaf und Berg am Tsambika Beach

Viertel vor 12 waren wir dann wieder am Hotel. Auf unserem Zimmer gab es dann ein kleines Mittagessen, danach war es Zeit für Julians Mittagsschlaf, dem wir uns diesmal wieder anschließen 😉

Julian durfte auch etwas länger schlafen, denn wir wollten am Abend noch das deutsche WM Spiel an der Hotelbar sehen. Also ging es erst um viertel nach 4 wieder los zu unserem Nachmittagsausflug. Wir wollten noch etwas Zeit an den „Sieben Quellen“, Epta Piges, verbringen. Doch auf dem Weg dorthin machten wir noch einen kurzen Abstecher zur Kapelle Kyra Panagia Tsambika, die sich hoch oben auf einem steilen Felsen am Tsambika Beach befindet.

Von hier oben soll man eine tolle Aussicht auf die Umgebung und den Tsambika Beach haben. Die Anfahrt war auch recht vielversprechend. Die schmale Straße führte steil den Felsen hinauf und bot immer wieder tolle Ausblicke auf die Umgebung. Oben angekommen wäre es aber noch ein steiler Fußweg zur Kapelle und somit zum Aussichtspunkt gewesen. Das wollte Karin sich natürlich nicht antun, also kehrten wir wieder um und fuhren die steile Straße wieder nach unten.

 

Epta Piges (Sieben Quellen)

Viertel vor 5 erreichten wir dann den Parkplatz der „Sieben Quellen“. Die ganzjährig schüttenden Quellen wurden schon vor langer Zeit als Ausflugsziel entdeckt. Im Schatten der Bäume am Wasser ist es auch bei hohen Temperaturen angenehm kühl.

Auf dem Parkplatz angekommen erblickten wir bereits die ersten Pfauen, die hier herumstolzieren. Julian fand die bunten Vögel prima und war direkt begeistert. Wir gingen zum Bach und folgten einem abzweigenden Kanal wenige Meter, bis dieser in einem Tunnel verschwand. Diesen 180m langen Tunnel kann man im knöcheltiefen Wasser durchwaten. Karin lehnte dankend ab, und auch Julian hatte Angst vor der dunklen, schmalen Röhre. Ich musste das ganze natürlich testen und machten mich auf den Weg in die Dunkelheit.

Nach einigen Metern wird es stockfinster und man sieht selbst die Leute nicht, die wenige Meter vor einem gehen. Irgendwie ein komisches Gefühl, doch nach einer Weile war Licht am Ende des Tunnels zu erkennen. Hier mündete der Wasserlauf in einen Fluss, der in einen kleinen Stausee mündet. Der Rückweg zum Beginn des Tunnels, an dem Karin und Julian noch warteten, führte mich dann nicht mehr durch die Röhre, sondern ich ging den etwas längeren Weg über den Hügel.

Danach gingen wir zur Taverne, die im Schatten der Bäume direkt an dem kleinen Bach liegt. Wir gingen über die Holzbrücke, die die Außenterrassen verbindet und kamen zum kleinen Quellteich mit den 7 Quellen. Die Quellen sind allen mit nummerierten Schildern gekennzeichnet, und nach ein wenig Suchen hatten wir alle Quellen gefunden.

Julian wollte unbedingt ins Wasser, also gingen wir mit den Füßen ins Wasser und erkundeten die Quellen aus der Nähe. Der Hunger meldete sich auch wieder, und so setzten wir uns direkt an einen der freien Tische der Taverne. Wir saßen im Schatten, am Fernseher lief das aktuelle WM Spiel und neben uns plätscherte der Bach vor sich hin. Und das Essen war auch noch lecker. Was wollten wir also mehr. Nur einige Wespen stritten sich mit uns um das Essen, wir konnten uns aber gütlich einigen 😉

Wir gingen zum Auto zurück und überlegten, noch kurz zum Stausee zu gehen. Also gingen wir die paar Meter an der Straße entlang und dann an dem Fluss bis zum Stausee. Etwas weiter kamen wir zur kleinen Staumauer und entdeckten kurz vorher sogar noch eine Schildkröte im grünlichen Wasser des Sees. Dann betrachteten wir noch den Wasserfall an der Staumauer und gingen wieder zurück zum Auto.

Um 20:15 waren wir wieder am Hotel und gingen zur Poolbar. Das Spiel Deutschland gegen Schweden stand auf dem Plan und wurde hier gezeigt. Auch wenn es lange nicht so aussah, endete das Spiel durch Kroos Zaubertor doch noch gut und wir konnten beruhigt schlafen gehen 😊

Gefahrene Kilometer: 100

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