Tag 2 - Zimmertausch und Rhodos Altstadt

Mittwoch, 20.06.2018

 

Ungebetener Gast am Morgen und Zimmertausch

Nach einer viel zu kurzen Nacht standen wir auf und bekamen erst mal einen Schreck. Über den Boden huschte eine Kakerlake. Mit einem gezielten Schlag mit dem Hauspantoffel wurde der Übeltäter dann direkt unschädlich gemacht. Auf diesen Start musste erst mal ein vernünftiges Frühstück her und wir gingen zum Speisesaal.

Das Frühstück war wenigstens gut und so gingen wir direkt zur Rezeption weiter. Wir erklärten unser Problem und wurden hier auch erst mal abgewiesen. Wir hätten ja schließlich auch die günstigste Kategorie gebucht. Das war aber leider in dem Pauschalangebot nicht ersichtlich, wir hatten das Apartment eigentlich gebucht, da wir ein extra Zimmer hatten und Julian so schon in Ruhe schlafen konnte, ohne dass wir ihn stören.

Wir machten der deutschsprachigen Frau an der Rezeption dann schnell klar, dass wir auf gar keinen Fall noch eine Nacht in diesem Zimmer schlafen würden. Daraufhin bot Sie uns ein Zimmer in einem neuen Gebäude für nur 10€ Aufpreis pro Nacht an. Wir schauten uns das neue Zimmer an und waren direkt begeistert. Ein modernes Zimmer mit kleiner Küchenzeile und modernem, sauberen Badezimmer. Also buchten wir direkt auf dieses Zimmer um und buchten auch noch die Klimaanlage für 7€ pro Nacht dazu. Hier konnten wir unseren Urlaub genießen, im Gegensatz zur Bruchbude vorher.

 

Erkundung der Hotelanlage

Nachdem wir unsere Sachen ins neue Zimmer gepackt hatten, war es schon fast Mittag. Also lohnte es sich nicht mehr, vor Julians Mittagsschlaf noch etwas zu unternehmen. So erkundeten wir die Hotelanlage. Direkt neben dem Hotel gab es einen kleinen Kiosk, dem wir erst mal einen Besuch abstatteten und ein paar Kleinigkeiten einkauften.

Die Sonne schien, darum wollten wir ein wenig an den Pool gehen. Am Pool angekommen meldete sich der Hunger, also setzten wir uns an die Hotelbar und bestellten erst mal etwas zu Essen. Zum Glück war die Poolbar überdacht, denn der Himmel öffnete plötzlich alle Schleusen und ein heftiges Gewitter zog über uns hinweg. Also fiel die kleine Schwimmrunde vor dem Essen aus. Es regnete so stark, dass das Wasser aus den Lampen in der Decke floss.

Wir rückten unseren Tisch etwas zur Seite, um nicht nass zu werden, dann gab es Pizza, Burger und Gyros Pita. Geschmacklich war nichts einzuwenden und preiswert war es auch. Irgendwann hatte es sich dann ausgeregnet und wir machten uns gegen 1 zurück zu unserem, mittlerweile tollem, Zimmer.

 

Rhodos Stadt - historische Altstadt

Um halb vier hatte Julian seinen Mittagsschlaf beendet (und wir unseren Schlaf aus der vorherigen Nacht nachgeholt 😉) und wir beschlossen noch in die Hauptstadt der Insel zu fahren. Gegen 4 fuhren wir los und fanden eine halbe Stunde später einen kostenlosen, fas leeren Schotterparkplatz am Wasser. Zwischen Fährhafen und Kreuzfahrtterminal gelegen und nur wenige Gehminuten zur Altstadt.

Wir gingen am Wasser entlang, rechts die großen Kreuzfahrtschiffe und auf der linken Seite die historische Stadtmauer. Nach wenigen hundert Metern hatten wir dann das nächste Tor, der beeindruckenden, fast vollständig erhaltenen Stadtmauer erreicht. Also spazierten wir durch das Juden-Tor und waren plötzlich in einer Game-of-Thrones Kulisse.

Gefühlt ist die Zeit hier stehen geblieben und wären die Straßen nicht so voll von Touristen würde man sich nicht wundern, wenn einem plötzlich ein Ritter entgegenkommen würde. Wir gingen durch urige, kleine Gassen und kamen zur Sokratous Straße. Diese Straße durchquert die Innenstadt und hier tummeln sich auch die meisten Touristen. Auch wir gingen diese Straße weiter zum Hippokrates-Platz, dem Zentrum der Altstadt.

An diesem Platz reiht sich ein Restaurant an das andere, dahinter ragt die imposante Stadtmauer auf. Wir gingen weiter und immer wieder gingen von der Straße gemütliche kleine Gassen ab. Wir gingen die gesamte Straße entlang und weiter über die Orfeos bis zur Stadtmauer. Am St. Antonius Tor setzten wir uns in den Schatten der Bäume auf eine Bank und machten eine Pause mit Blick auf den Großmeisterpalast. Das war eine Wohltat, da die Sakratous wenig Schutz vor der Sonne bot.

 

Rhodos Stadt - Ritterstraße und Emborikos Hafen

Nach einer Weile machten wir uns dann wieder auf den Rückweg zum Auto. Natürlich gingen wir über die Ippoton, der bekannten Ritterstraße zurück. An den ockerfarbenen Bruchsteinmauern ist nicht eine Werbetafel zusehen und man hat die Vermutung, dass es hier vor 400 Jahren schon genauso aussah.

Wir verließen die Altstadt wieder durch eines der Stadttore und schlenderten am Kolona Hafen und am Emborikos Hafen entlang. Über die Promenade ging es zwischen Hafenbecken und Stadtmauer wieder in Richtung Parkplatz. Am Kreuzfahrtterminal warteten die großen Schiffe auf die letzten Tagesausflügler und am Parkplatz bot sich noch ein Blick auf den Fähranleger.

 

Rhodos Stadt - Mandaraki Hafen

Wir stiegen ins Auto und fuhren entlang der Stadtmauer um die Altstadt. Am Mandaraki Hafen angekommen tauchte die Abendsonne den Hafen in ein tolles Licht. Also nutzte ich eine kleine Parklücke am Straßenrand und schaute mir den Hafen noch schnell an. Karin hatte keine Lust mehr und blieb mit Julian im Auto.

Doch der kleine Abstecher lohnte sich. Die typischen Windmühlen auf der anderen Seite des Hafenbeckens strahlten in der Abendsonne. Ich ging am Hafenbecken entlang bis zu den Säulen an der Hafenausfahrt, auf denen sich je eine Hirschkuh befindet.

Auch die Säulen strahlten um die Wette. Dahinter das Nikolaos Kastell an der Hafenmole, das auf den Fundamenten des zusammengebrochenen „Koloss von Rhodos“ gebaut wurde. Ein toller Anblick.

 

Einkaufen und Abendessen

Danach ging ich zurück zum Auto und wir fuhren gegen halb 8 wieder zum Hotel. Auf dem Weg hielten wir noch beim Lidl an und kauften ein wenig Lebensmittel für die nächsten Tage ein. Gegen halb 9 waren wir dann wieder am Hotel und machten uns etwas zu Essen in unserem Zimmer. Danach ging Julian ins Bett und wir setzten uns noch mit einem Bier (bzw. etwas Alkoholfreiem für Karin 😉) auf den Balkon. Das fühlte sich schon mehr nach Urlaub an als der Vorabend.

Allerdings gab es noch eine kleine Schrecksekunde, als wir ins Bett wollten. Um Julian nicht zu wecken spazierten wir durch das dunkle Hotelzimmer. Dabei ließ Karin ein Glas fallen, welches Natürlich in tausend Einzelteile zerbrach . Julian wurde zum Glück nicht wach und nachdem wir die Scherben alle aufgesammelt hatten, gingen wir dann auch endlich schlafen.

Gefahrene Kilometer: 41

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