Tag 3 - Ouddorp, Eisenbahn und Pfannkuchenmühle

Mittwoch, 23.06.2021

 

Ouddorp

An diesem Tag planten wir, die nahe Nordseeküste zu erkunden. Gegen halb 10 fuhren wir dann über den Damm wieder auf die Insel Goeree-Overflakkee und verließen die Hauptstraße bei Oude-Tonge in Richtung Westküste. Unser Ziel war Ouddorp mit seinen langen Sandstränden. In diesem Ort hatten wir ursprünglich vor Corona gebucht. Also wollten wir uns einmal ansehen, wie der Park ausgesehen hätte. Doch der Roompot Strandpark Duynhille war von der Straße aus nicht einsehbar.

Also fuhren wir ein paar Meter weiter bin zum Landal Park Ouddorp Duin. Hier hätte es uns auch schon einmal fast hin verschlagen. Dieser Park war besser einsehbar und machte einen tollen Eindruck. Die Häuser in den Dünen gelegen und oben auf der Düne zum Meer ein riesiger Spielplatz für die Kinder. Wir hielten an, denn Karin wollte im großen Strandshop gucken, der direkt neben dem Ferienpark lag. Die Kinder wollten natürlich alles an Spielzeug haben, doch irgendwie schafften wir es ohne Spielzeug wieder zum Auto.

Dann fuhren wir ein Stück weiter bis zum Westhoofd Leuchtturm. Auf dem kleinen Parkplatz war nichts los und wir stellten unser Auto ab und gingen durch die Dünen zum Strand. In einiger Entfernung streckte sich der rote Leuchtturm in den Himmel. Die Jungs konnten es kaum erwarten zum Strand zu kommen und rasten mit den Laufrädern vor.  Schon auf dem Weg wurde jede Muschel begutachtet. Am Strand angekommen wurde dann gesammelt was das Zeug hält.

Der Himmel war zwar bedeckt, doch das tat der Freude der Kinder keinen Abbruch. Hinter den Dünen ragte der Leuchtturm empor und in der Ferne konnte man den Hafen von Rotterdam erkennen. Wir waren nahezu die einzigen Leute, die sich an diesen langen Strandabschnitt verirrt hatten. Bei gutem Wetter scheint es hier aber voller zu sein. Alle 100Meter stand eine Mülltonne, und sogar ein WC Häuschen gab es am Eingang zum Strand.

Wir verließen den breiten Sandstrand irgendwann wieder und gingen zurück zum Auto. Wir hatten jetzt die Wahl direkt zum nahen Eisenbahn Museum zu fahren, oder vorher Mittag zu Essen. Da wir aber zur Pannekoekenmolen nach Burgh-Haamstede wollten und wir den Weg dann wieder zum Eisenbahn Museum hätten zurückfahren müssen, entschlossen wir uns direkt zum dorthin zu fahren.

 

RTM Museum Ouddorp

Um viertel vor 12 standen wir dann auf dem großen Parkplatz des Eisenbahnmuseums. Normalerweise starten hier an mehreren Tagen Museumsbahnen eine Fahrt über den Brouwersdam. Doch wegen Corona gab es nur eine Fahrt mittwochs um 13:30. Für diese muss man sich aber vorab im Internet anmelden. Das hatten wir erst überlegt, doch die Jungs wollten doch nicht, also planten wir nur einen Besuch des Museums, da Tom Eisenbahnen liebt.

Doch an der Kasse versuchten die Mitarbeiter uns direkt zur Zugfahrt einzuplanen. Julian wollte jetzt doch mitfahren, also buchten wir die Fahrt. Das hieß aber auch, dass wir ohne Mittagessen bis zur Fahrt hierbleiben würden. Wir waren gespannt, ob das gut gehen würde, das hatten wir so eigentlich nicht geplant.

Wir betraten das Museum und waren fast die Einzigen, die sich hierher verirrt hatten. Zuerst mussten wir die Treppe hochlaufen. Hier war eine Modellanlage aufgebaut und die Jungs waren direkt begeistert. Beide bekamen große Augen, kletterten auf die kleinen Podeste, die extra für die Kinder hier standen, und liefen den Zügen hinterher.

Dann gingen wir wieder nach unten und schauten und die alten Loks und Waggons an, die in der großen Halle standen. Hier gab es einige historische Gefährte zu sehen. Unter anderem einige alte Waggons, eine Dampflok und sogar eine dampfbetriebene Straßenlokomotive. Die meisten Gefährte konnten sogar von innen besichtigt werden.

Dann schauten wir uns noch den Außenbereich an. Hier standen in einer großen Halle viele alte Bahnen, Waggons und andere Schienengefährte. Auch vor der Halle standen schon ein paar Züge und am Bahnsteig war schon der Museumszug vorbereitet, mit dem Wir nachher fahren sollten. Ein nettes Museum für Eisenbahnfreunde, normalerweise hat man nach einer Stunde dann aber alles gesehen. Wir mussten aber noch bis zur Abfahrt warten. Also schauten wir uns noch mal im Museum um, natürlich durfte die Modellbahn nicht fehlen 😉

Dann gingen wir schon mal zum Bahnsteig. Irgendwann begann das das „Boarding“ (zumindest war es wegen Corona so aufwendig wie beim Fliegen). Zuerst wurden alle Gruppen mit 4 oder mehr Personen aufgefordert, einzusteigen. Ein Einweiser zeigte jedem seinen Platz. Da viele Plätze frei bleiben mussten dauerte es eine Ewigkeit, bis jeder seinen Platz hatte und der Zug gegen 14 Uhr endlich losfahren konnte. Die Jungs konnten es kaum erwarten und hatten ihren Spaß, als wir endlich losratterten.

Als wir den Brouwersdam erreichten, hatte das Rattern des Zuges Tom aber schon in Schlaf versetzt. Mit Blick auf das Grevelingenmeer setzte der Zug seine Fahrt fort und wir fuhren am CenterParcs, der sich auf einer alten Arbeitsinsel befindet, vorbei bis zum Ende des Damms. Hier hielt der Zug einige Minuten, bevor es wieder zurück ging.

Julian hatte genug vom sitzen und musste außerdem mal wohin, also stiegen Karin und er aus und blieben am Brouwersdam. Ich fuhr mit dem immer noch schlafenden Tom wieder zurück zum RTM Museum. Als wir am Museum ankamen hatte ich ihn auch wieder halbwegs geweckt und wir holten die anderen ab.

 

Pannekoekenmoelen in Burgh-Haamstede

Julian hatte mittlerweile eine riesige Tüte voller Muscheln gesammelt und musste mir noch unbedingt die Quallen zeigen, die direkt am Damm herumschwammen. Mittlerweile war es auch schon nach 15 Uhr und wir hatten ordentlich Hunger. Also fuhren wir ins nahe Burgh-Haamstede zur Pannekoekenmoelen. Irgendwann war die Mühle in Sicht und wir parkten unser Auto und stellten uns an den Anmeldethresen.

Die Tische am Spielplatz waren leider alle belegt, aber wir bekamen noch einen Tisch direkt vor der Mühle. Die Mühle ist noch in Betrieb und hier wird das Mehl für die Pfannkuchen gemahlen. Normalerweise kann man die Mühle auch wohl besichtigen, aber das war wegen Corona nicht möglich. Aber egal, Tom hatte schon seinen Spaß, weil sich die Flügel der Windmühle drehten. Außerdem konnten es beide kaum erwarten auf den Spielplatz zu laufen.

Nach kurzer Zeit kamen unsere Pfannkuchen, in allen möglichen Variationen, und ich holte die Meute vom Spielplatz zum Essen. Widerwillig kamen die Kinder mit, aßen schnell etwas und stürmten wieder auf den Spielplatz. Wir ließen die Jungs noch eine Weile spielen und schauten uns noch den kleinen Mühlenladen an, in dem Nippes und regionale Produkte verkauft wurden. Natürlich durfte Mehl nicht fehlen, außerdem gab es noch ein umfangreiches Angebot an Bier und Schnaps. Wir konnten dem Alkohol aber widerstehen und schafften es auch irgendwann die Jungs wieder einzusammeln. Die wären am liebsten gar nicht mitgekommen, für Kinder ist das Restaurant auf jeden Fall zu empfehlen.

Gegen 17 Uhr machten wir uns dann auf den Rückweg auf die andere Seite der Insel zu unserem Ferienhaus. In Bruinisse angekommen, fuhren wir zum Hafen, um etwas Fisch am kleinen Laden zu kaufen. Backfisch wäre kein Problem gewesen, aber wir hatten eben ja schon warm gegessen. In der Auslage war nicht mehr viel, also kauften wir lediglich Garnelen, die wir dann im Haus zubereiteten. 

 

Gefahrene Kilometer: 108

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