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Tag 6 - Ring of Beara

Sonntag, 13.09.2009

 

Beara Peninsula

Nach dem Aufstehen gingen wir direkt zur Rezeption und stornierten unsere restlichen Übernachtungen im Hostel. Allerdings konnten wir nur die letzte Nacht stornieren, also eine Nacht umsonst bezahlt. Aber egal, alles besser als noch eine Nacht im Railway Hostel in Killarney. Wir fuhren die N71 durch den Nebel verhangenen Killarney National Park und weiter bis nach Glengariff. Hier beginnt der Ring of Beara, einer wunderschönen Ringstraße fernab des Massentourismus.

 

In Glengariff kann man zur Garinish Island fahren, einer kleinen Garteninsel, allerdings hätte uns das viel Zeit gekostet und wir fuhren den hier noch recht gut ausgebauten Ring weiter bis Castletownbere. Wir hielten am Hafen und kauften erst mal etwas Fleisch für unseren kleinen Einmalgrill, den wir heute benutzen wollten. Wir gingen noch zum Hafen, wo einige Fischernetze zur Reparatur lagen. In dem Ort wachsen durch den warmen Golfstrom sogar Palmen. Dann ging es weiter über den jetzt immer schlechter werdenden Ring of Beara. Kurz hinter Castletownbere geht links eine schmale Straße zum Dunboy Castle, einer alten Ruine des Familiensitzes der O’Sullivans. Man fährt über einen sehr schmalen Weg und wenn man denkt, hier kommt nichts mehr, taucht irgendwann das Puxey Castle an der linken Seite auf, noch ein paar hundert Meter weiter, und man kommt zum Dunboy Castle. Hier endet der Weg auch. Das Castle ist eine alte mit Moos und Gras bewachsene Ruine, die malerisch vor einer Bucht liegt, für einen kurzen Stop ganz nett, mehr aber auch nicht.

 

Ring of Beara

Weiter ging es wieder auf den Ring, der immer noch ein Geheimtipp ist. Irgendwann kommt ein Abzweig nach Dursey Island. Diese kleine Insel ist bekannt durch die Seilbahn, die zu ihr führt. In einer abenteuerlichen Konstruktion mit nur einer kleinen Holzgondel werden nicht nur Menschen, sondern auch Schafe und Rinder transportiert. Wir ließen dieses Abenteuer aber aus. Nach dem Abzweig zu Dursey Island entfaltet der Ring seine volle Schönheit. Die schmale Straße führt über Hügel, an Klippen und Stränden vorbei und durch bunte Dörfer. Hier sieht irgendwie alles aus wie im Märchenbuch. In Allihies bogen wir zum Strand ab und gingen mit den Füßen ins Wasser. Kaum zu glauben, aber wir sind in Irland, haben T-Shirt und kurze Hose an und gehen in den Atlantik.

Weiter ging es an Klippen und einer alten Kupfermine vorbei durch Eyeries, einem sehr schönen, bunten Dorf. Hier saßen die Dorfbewohner mitten auf der Straße, einen Tisch in die Mitte gestellt, und ließen sich durch die wenigen Autos, die den Ring befahren nicht stören. Ein Stück hinter Eyeries biegt der Ring of Beara links ab auf eine kleine Halbinsel, diese Abfahrt ist schnell zu verfehlen. Ab jetzt wird es richtig eng und man muss sich darauf einstellen, auch mal ein Stück rückwärts zu fahren, um ein anderes Auto vorbei zu lassen.  Der schmale Weg ist jetzt noch mehr von Kühen und Schafen belagert und führt durch immer schönere Gegenden. Kurz vor Ardgroom, wo der Weg wieder auf die R571 führt geht es links einen schmalen Weg hinunter zu einigen Höhlen. Hier hat sich der Atlantik im laufe der Zeit mehrere Höhlen durch den Fels gespült. Über einen kurzen Fußweg durch die Wiesen geht es zu den Höhlen, Man muss allerdings genau aufpassen, wir wären fast dran vorbei gefahren. Danach fuhren wir wieder auf den Ring, der ab hier seine Schönheit nach und nach verliert.

 

Kenmare - An Neidin

Wir fuhren bis Kenmare und hielten am Hafen. Wir packten unseren Grill aus, und grillten unser Fleisch. Irgendwie hatten wir es vorher verpennt, an einer der vielen schönen Stellen zu grillen. Danach ging es auf die Suche nach einer Schlafgelegenheit. In einem Hotel wurde uns ein Bed and Breakfast empfohlen, das noch Zimmer frei hatte. Für 70€ bekamen wir ein kleines Schlafzimmer mit Bad. Danach fuhren wir in den Ort und gingen noch etwas durch die kleinen Straßen. Hier ist es nicht so schlimm wie in Killarney, allerdings ist der Ort auch sehr vom Tourismus geprägt, hier startet ja auch der Ring of Kerry, die größte Touristenattraktion Irlands. Dann ging es zurück zu unserem B&B. 

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