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Tag 4 - Newgrange und Rückreise

Samstag, 10.10.2015

 

Irrfahrt durch Dublin

Früh morgens checkten wir aus unserem Hotel aus und frühstückten erst man im Stephens Green Shopping Centre. Da sich nebenan ein Carolls Irish Gift Shop befand, mussten wir natürlich noch mal kurz durch den Souvenirshop stöbern. Neben unzähligen Guinness Artikeln gibt es hier alles, was das Herz jedes Irland Liebhabers höher schlagen lässt. Also suchten wir uns noch irgendeinen Prüddel  für uns oder unsere Liebsten aus und gingen ins Parkhaus zu unserem Auto. Wir bezahlten etwas über 20€ für das Parkticket und machten uns dann auf den Weg.

Stefan hatte keine Lust auf Auto fahren in Dublin, also musste ich mich auf den Weg durch die Stadt machen. Der Linksverkehr hatte sich so langsam eingeprägt, allerdings mussten wir quer durch die Innenstadt. Neben dem Gewirr aus Abbiegungen und Einbahnstraßen kam zu allem Überfluss auch noch der Bau der Luas Linie hinzu, die später von Nord nach Süd quer durch das Zentrum führen soll. Irgendwann hatten wir dann aber endlich die Liffey überquert. Ab hier ging es dann fast nur noch geradeaus und schon bald hatten wir die M50 im Norden von Dublin erreicht. So hatten wir uns den kostenpflichtigen Tunnel durch die Stadt gespart.

 

Newgrange

Dann ging es über die M50 und die M1 nach Norden in Richtung Drogheda. Kurz vor der Stadt verließen wir die Autobahn und fuhren ins Boyne Tal. An diesem Fluss siegte der protestantische Wilhelm von Oranien gegen den katholischen König von England, Jakob II. Noch heute wird die Schlacht am Boyne in Nordirland mit Paraden gefeiert, was teilweise immer noch zu Ausschreitungen zwischen Katholiken und Protestanten führt.

Unser Ziel war aber nicht die Schlacht, sondern Newgrange, das wohl bedeutendste jungsteinzeitliche Hügelgrab Irlands. Nach einer halben Irrfahrt über die schmalen Straßen des Boyne Tals gelangten wir dann endlich zum Visitor Center. Von hier aus wollten wir uns die rekonstruierte Grabanlage ansehen. Doch leider wurden wir beim Betreten des Visitor Centers eines Besseren belehrt. Das Grab ist nur mit einer geführten Tour zu besichtigen. Auf die nächste Tour zur Anlage nach Newgrange hätten wir fast 2 Stunden warten müssen. Außerdem sollte man für die Newgrange Tour etwa 2 Stunden einplanen, will man zusätzlich noch das Hügelgrab Knoth besichtigen, sollte man 3 Stunden einplanen. Da wir spätestens 15 Uhr am Flughafen sein wollten, fielen die Touren schon mal flach für uns.

Da wir auch nicht direkt wieder umdrehen wollten, blieb uns nur das Visitor Center oder die etwa einstündige Tour nach Knoth. Die Wartezeit zu dieser Tour hätte aber auch noch über eine Stunde gedauert. Also entschieden wir uns nur für die Besichtigung des Visitor Centers. Hier erhält man alle Infos zum ursprünglichen Aussehen der Gräber und des Umlandes, außerdem befindet sich eine Rekonstruktion des Ganggewölbes von Newgrange in einem Raum. Von einem Aussichtspunkt hat man dann noch einen entfernten Blick auf die Grabanlage. Eigentlich ganz nett, aber natürlich hätten wir uns lieber die Tour zur Gabanlage gewünscht. Nächstes Mal sind wir jedenfalls schlauer und informieren uns vorher.

 

Rückfahrt zum Flughafen

Nach einer Weile verließen wir das Visitor Center wieder und fuhren die schmale Straße am Boyne entlang bis nach Slane. Hier überquerten wir den Fluss und überlegten kurz, ob wir uns noch den Hill of Tara ansehen wollten. Da wir aber nicht genau wussten, wie lange wir über die kleinen Straßen brauchen würden, entschlossen wir uns dagegen und fuhren nach Drogheda. Von hier aus wollten wir an der Küste entlang in Richtung Süden fahren. Die Fahrt durch die 30.000 Einwohner Stadt gestaltete sich aber als recht mühsam. Komischerweise herrscht hier in jeder Stadt Stau. Nach einer halben Stunde Stop and Go hatten wir die Stadt an der Mündung des Boyne dann endlich hinter uns gelassen, und gelangten wieder an die Irische See.

Wir fuhren eine Weile immer entlang der Küste, dann ging es über die M1 in Richtung Flughafen. An einem Rastplatz neben der Autobahn hielten wir dann an und tankten den Mietwagen wieder voll. Dann ging es zurück zur Europcar Mietwagen-Rückgabe. Die Mitarbeiter von Europcar begutachteten das Auto und entdeckten eine große Macke am Außenspiegel. Es sah aus, als ob jemand versucht hätte, die Abdeckung mit einem Schraubendreher aufzuhebeln. Und war das ganze bei der Anmietung aber nicht aufgefallen. Die Europcar-Mitarbeiter waren aber sehr kulant, und der Schaden wurde uns nicht angerechnet. Das ist doch mal ein guter Service.

 

Rückflug

 Die Rückgabe hatte nicht lange gedauert, also hatten wir noch einige Zeit am Flughafen. Wir gaben unsere Koffer am Aer Lingus Schalter ab und suchten uns erst einmal etwas zu essen. Wir fanden einen Sandwich Laden und es gab ein leckeres Pulled Beef Ciabatta. Irgendwann gingen wir dann zum Gate, und dort wartete eine kleine Überraschung auf uns. Am Finger stand die GreenSpirit Sondermaschine der Rugby Nationalmannschaft, ein A320 mit einer Sonderlackierung. Passend zur gleichzeitig in England stattfindenden Rugby WM brachte uns dieser Flieger wieder zurück nach Amsterdam. Nicht nur die Lackierung ist anders, auch die Sitze. So wurden die Stoffsitze gegen braune Ledersitze ausgetauscht.

Dann hob der Airbus ab und wir flogen durch den Sonnenuntergang zurück aufs Festland. Gegen 19:30 erreichten wir dann Schiphol Airport und machten uns mit dem Shuttlebus auf dem Weg zum Langzeitparkplatz. Am Parkplatz durften wir dann 60€ für die 4 Tage bezahlen. Hätten wir den Parkplatz vorher gebucht, hätten wir uns 20€ sparen können. Wir fuhren auf die Autobahn, ließen Amsterdam hinter uns und erreichten gegen 23 Uhr wieder die Heimat. Zurück von einer tollen Tour auf die Grüne Insel.

Gefahrene Kilometer (in Irland): 132

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