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Tag 2 - Guinness und EM Qualifikation

Donnerstag, 08.10.2015

 

Guinness Storehouse

Wir frühstückten erst mal im Shopping Center am St. Stephens Green, direkt hinter unserem Hotel. Dann gingen wir die Grafton Street runter, noch war hier aber nicht viel los. Spätestens zur Mittagszeit ist die Fußgängerzone hier gut besucht mit den vielen Geschäften und Fressbuden. Wir gingen weiter bis zur O’Connell Street. Hier steht auch die Spire, eine riesige Nadel, die man schon von weitem sehen kann. An der Bahnstation stiegen wir wieder in die Luas ein und fuhren bis zur Haltestelle Museum. Von hier aus ging es dann den Rest zu Fuß bis zum Guinness Storehouse.

Wir hatten unsere Karten zwar schon vorher im Internet gekauft, es war aber wenig los und wir hätten auch so nicht lange anstehen müssen. Das kann hier aber auch anders aussehen, aber es war wohl noch zu früh. Na ja, zumindest etwas Geld gespart. Hier geht es nicht direkt durch die Brauerei, sondern in ein eigens errichtetes Besucherzentrum. Es geht 7 Stockwerke nach oben, auf dem Weg wird der Prozess der Herstellung dieses Bieres erklärt. Außerdem erhält man noch einen Einblick in die Geschichte der Brauerei.

Oben angekommen erwartet einen dann bei schönem Wetter das eigentliche Highlight, die Gravity Bar. Hier hat man einen 360 Grad Blick über Dublin und darf sich sein kostenloses Probier-Guinness schmecken lassen. Wir hatten glücklicherweise schönsten Sonnenschein und genossen den Blick über die Dächer der irischen Hauptstadt. Mittlerweile kann man sich hier aber nur noch sein Gratis Pint abholen und kein Glas mehr nachkaufen. Also gingen wir ein Stockwerk tiefer und holten noch ein paar Runden in der Artur’s Bar.

Nach einer Weile trieb uns der Hunger nach draußen und wir machten uns zu Fuß auf den Weg zur Christchurch Cathedral. An der Werburgh Street befindet sich hier die älteste Fish  & Chips Bude Dublins, Leo Burdock’s. Der kleine Laden hat keine Sitzplätze und ist kaum groß genug, dass 4 Leute gleichzeitig etwas bestellen können. Wer es mag kann den Fisch natürlich auch in Irland typisch Britisch mit Essig bekommen. Wir verzichteten aber dankend darauf. Direkt am Ibis gibt es keine Sitzgelegenheiten, also setzten wir uns bei schönstem Sonnenschein auf die Stühle einer scheinbar noch geschlossenen Bar gegenüber der Christchurch Cathedral.

 

EM Qualifikationsspiel Irland - Deutschland

Dann ging es erst mal wieder zurück zum Hotel. Wir holten vorsichtshalber unsere Jacken und nach einen Glas an der Hotelbar machten wir uns auf den Weg in Richtung Aviva Stadion. Ich hatte provisorisch mit einem Kaffeumrührer als Messstab die Entfernung zum Stadion abgemessen und war auf etwa 1,5 – 2 km gekommen. Also entschlossen wir uns zu Fuß zum Stadion zu gehen. Zuerst gingen wir durch den St. Stephen’s Green. Diesen Park hatte Arthur Guinness für die Bewohner Dublins anlegen lassen. Dann ging es weiter zum Stadion. Allerdings war die Messung mit dem Rührstab wohl nicht so genau, gefühlt war der Weg wesentlich länger.

Je näher wir zum Stadion kamen, umso voller wurden die Pubs. Eigentlich war den Iren die momentan laufende Rugby-WM in England wichtiger, doch gegen den Weltmeister war scheinbar doch ganz Dublin auf den Beinen. Außerdem ging es ja noch um die mögliche Qualifikation für die EM. Wir gingen aber erst mal weiter zum Stadion und gelangten auch direkt zum Gästeeingang. Fürs Stadion war es aber noch zu früh, also gingen wir außen herum zum Haupteingang. Wir versuchten hier noch an zwei Karten zu kommen, scheinbar war das aber aussichtslos. Also gingen wir nach einer Weile zurück zu einem der Pubs, die wir auf dem Weg gesehen hatten. 

Beim ersten Pub machten wir dann Halt und holten erst mal eine Rutsche Guinness. Im Pub und davor war es rappelvoll und es herrschte eine tolle, friedliche Stimmung. Danach machten wir uns so langsam auf den Weg zum Stadion. Noch schnell ein Dosenbier aus dem Supermarkt, dann konnte es los gehen. Eigentlich ist es in Dublin zwar verboten, in der Öffentlichkeit Alkohol zu trinken, auf dem Weg zum Stadion schien dieses Gesetz aber außer Kraft gewesen zu sein. Nicht nur Deutsche, sondern auch viele Iren sah man mit einer Dose Bier in der Hand. Und auch den Polizisten vorm Stadion war das egal.

 

Gänsehautstimmung

Also gingen wir ins Stadion und Tobi und Stefan gingen zurück zum Pub, sich das Spiel dort anzusehen. Nach und nach füllte sich das Nationalstadion, es ertönten die Nationalhymnen und dann ging es los. Das Spiel an sich war nicht so der Knaller, dementsprechend wurde die Stimmung im deutschen Block auch immer schlechter. Mit zunehmender Spieldauer kamen die Iren immer besser ins Spiel und das Publikum wurde immer lauter. Spätestens als das ganze Stadion dann „Fields of Athenry“ sang, standen uns die Haare zu Berge. Absolute Gänsehautstimmung!

In der 70. Minute war es dann so weit, Irland schoss das 1:0 gegen den Weltmeister. Ich war zwar schon in einigen Stadien, den Lärm, den die Iren nach dem Tor machten war aber gigantisch. Ich war noch nie in einem so lauten Stadion. Das ganze Stadion stand Kopf, und irgendwie gönnte man es diesem friedlichen, feierwütigen Volk auch. Die „boys in green“ wurden noch lautstarker angefeuert und als Krönung gab es noch einmal „Fields of Athenry“ diesmal sang auch der letzte Ire mit.

Dann ertönte der Schlusspfiff, und abermals erbebte das Stadion. Eine Lautstärke, als ob die Iren gleich das Stadion abreißen wollten. Dieses Spiel wird wohl in Irlands Fußballgeschichte eingehen, und da Polen in Schottland auch nicht gewinnen konnte, konnten auch wir mit der Niederlage leben. Auf dem Weg zurück zum Hotel waren die Straßen voll glückseliger Menschen in Grün, und selbst die Kinder sangen und tanzten auf den Straßen. Da sich die Tobi und Stefan auch schon auf den Weg zum Hotel gemacht hatten, kehrten wir in keinen Pub mehr ein, sondern machten uns direkt auf den Weg zum Hotel. Gegen 23 Uhr waren wir dann endlich am Ziel, geschafft und mit platten Füßen. Anstatt der 1,5 Km waren es wohl 3, nie wieder messe ich eine Karte mit einem Rührstäbchen ab…

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