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Tag 2 - Fyrkat, Mariager Fjord und Lille Vildmose

Donnerstag, 16.06.2016

 

Freilichtmuseum und Wikingerburg Fyrkat

Diesen Urlaub wollten wir es ja mal etwas ruhiger angehen lassen, also standen wir auch erst gegen 9 auf. Dann besuchte ich den kleinen Dagli Brugsen Supermarkt in Havlpsund und holte erst mal Brötchen. Dann setzten wir uns bei schönstem Wetter auf die Terrasse und frühstückten erst mal in aller Ruhe.

Um viertel vor 11 starteten wir dann zu unserem ersten Ziel am heutigen Tag, der Wikingerburg Fyrkat bei Hobro. Nach einer Dreiviertelstunde erreichten wir das Vikingecenter Fyrkat. Hier wurde ein alter Vikingerhof detailgetreu nachgebaut. Wir parkten auf dem Schotterparkplatz direkt an der Straße und gingen zum Eingang. Hier bezahlten wir die 60 Kronen Eintritt und gingen direkt in das erste Gebäude.

Direkt im Eingang stand ein kleiner Mühlstein und auf einem Tisch war Getreide ausgelegt. Dahinter begrüßten uns zwei Frauen in historischen Gewändern an einem Feuer. Wir wurden direkt mit eingebunden und durften über dem Feuer ein Brot backen. Eine der Frauen legte uns zwei kleine Teigfladen auf eine Eisenplatte, und Karin durfte das Brot über dem Feuer backen.

Dann gingen wir zu dem großen Langhaus in der Mitte des Hofes. Auch dieses Gebäude war im Inneren mit viel Liebe zum Detail ausgestattet. Im Eingangsraum waren Felle auf einer Leine aufgehängt. Dahinter befand sich dann der Hauptraum. In der Mitte befand sich ein großer Ton Ofen, rings herum die Sitz- und Schlafplätze der Bewohner. Im letzten Raum waren dann die Boxen für die Tiere.

Wir gingen weiter zu einem in der Erde eingelassenen Häuschen. Hier war eine alte Töpferei rekonstruiert. Wir schauten uns die kleine Hütte kurz an und gingen dann zum Vikingerzentrum. Hier waren in einem Raum jede Menge alter Gewänder zu finden, die anprobiert werden durften. Natürlich schnappten wir uns auch einige der Kleidungsstücke und machten ein paar Fotos.

Nach einer halben Stunde hatten wir dann alles gesehen und machten uns auf den Weg zur Wikingerburg. Man folgt dem Schotterweg wenige hundert Meter und kommt zu einem Parkplatz an einer alten Wassermühle. Der Fußweg zur Vikingerburg führt genau durch den Innenhof der Mühle.

Also schauten wir uns die Mühle auch kurz an und gingen dann weiter zur alten Burg. Am kleinen Holztor hinter der Mühle konnte man schon das Dach des Langhauses erkennen. Also gingen wir erst mal den Hügel hoch, zur Rekonstruktion des alten Langhauses. Diese Häuser hatten bei der Gründung Fyrkats, etwa 1000 n. Chr., ursprünglich in der Burg gestanden.

Wir schauten uns das imposante Gebäude von allen Seiten an und gingen dann weiter zur eigentlichen Vikingerburg, eine von 5 Ringfestungen in Dänemark. Von der Burg ist noch ein ringförmiger Wall zu sehen, der an vier Seiten eine kleine Öffnung hat. In der Mitte des Walls zeigen weiße Steine die Lage der ursprünglichen Häuser.

Wir schauten uns die Burg und die Schafe, die hier als Rasenmäher dienen, noch ein wenig an und gingen dann zurück zur Mühle. Nachdem wir noch einen kurzen Gang um die Mühle gemacht hatten, verließen wir Fyrkat dann wieder.

 

Mariager Fjord

Es war erst 13 Uhr, also überlegten wir, wohin wir als nächstes fahren könnten. Ganz in der Nähe befindet sich Verdenskortet. Im Klejtrup See wurde auf 5.000m² eine Weltkarte angelegt, die erkundet werden kann. Doch es fing etwas an zu regnen und die 70 DKK Eintritt waren uns dafür zu viel. Mit Kindern aber bestimmt eine tolle Attraktion.

Also aßen wir im Schutz der Kofferraumklappe das übrig gebliebene Grillfleisch vom Vortag auf und fuhren dann weiter zum Mariager Fjord. Hinter Mariager erreichten wir dann endlich die schöne Uferstraße. Von der Straße bot sich immer wieder ein schöner Blick auf den Fjord und das gegenüber liegende Ufer. Man darf sich die dänischen Fjorde aber nicht wie die Fjorde Norwegens vorstellen. In Dänemark sind die Fjorde eher langgezogene Meeresbuchten.

Bei Fladbjerg bogen wir dann in eine kleinere Straße ein, um dem Ufer zu folgen. Diese Straße war noch schöner und teilweise zwischen Straße und Ufer mit hübschen Blumen dekoriert. Es ging über kleine Dörfer direkt am Ufer entlang, bis wir die Hauptstraße wieder erreichten.

Bei Hadsund wechselten wir dann an das Nordufer und suchten die Havno Mühle. Nach kurzer Suche hatten wir dann die kleine Straße zur Mühle gefunden. Die Mühle ist allerdings wenig spektakulär und hatte außerdem geschlossen. Allerdings hat man von der kleinen Erhöhung, auf der die Mühle steht, einen netten Blick über den Mariager Fjord.

 

Ostsee und Lille Vildmose

Also fuhren wir weiter und erreichten nach wenigen Kilomtern bei Als die Ostsee. Bei Øster Hurup hielten wir dann auf einem der Parklätze an und gingen über einen kleinen Weg durch die Heide- und Dünenlandschaft an den Strand. Es ging eine ganze Weile an Gräsern, Büschen und Schilf vorbei, dann öffnete sich ein großer, weißer Sandstrand vor uns. Wir gingen ein wenig über den Strand, dann nahmen wir den direkten Weg zurück zum Parkplatz.

Dann fuhren wir weiter und erreichten nach wenigen Kilometern das Lille Vildmose Natrurreservat. Wir hatten keine Ahnung, was es hier zu entdecken gab, also gingen wir erst mal in das Besucherzentrum. Ein Mitarbeiter markierte uns ein paar Orte auf einer Karte, und los ging es. Als erstes sollten wir zu einem Aussichtspunkt am Toftesee fahren. Der Weg führte allerdings über eine scheinbar endlose Schotterpiste.

Nach etwa zwei Kilometern übelster Fahrt erreichten wir dann einen kleinen Parkplatz. Von hier ging es über einen langen Holzsteg zu einem Aussichtspunk am See. Hier erwartet einen ein ganz netter Ausblick über den See, so richtig vom Hocker gehauen hat uns der Aussichtspunkt aber nicht.

Also ging es die Schotterpiste wieder zurück und wir hielten beim nächsten Aussichtspunkt an, dem Portlandsmosen Boardwalk. Hier führt ein Holzweg durch das Moor. Wir gingen zuerst den kurzen, behindertengerechten Weg. Der kurze Weg führt durch ein komplett ebenes Moorgebiet mit kleinen Gräsern. Das Gebiet ist von einem schmalen Wasserlauf mit ein paar kleinen Bäumen und Büschen durchzogen.

Am Ende des Weges befindet sich dann eine Aussichtsplattform an einem kleinen See. Auf dem Rückweg gingen wir dann über den etwas längeren Holzbohlenweg. Der Weg ist aber auch nicht wesentlich anders. So richtig umgehauen hat uns das Moorgebiet jetzt nicht, für einen kurzen Zwischenstop aber Okay. Extra wegen dem Naturreservat hier hin fahren würden wir aber nicht.

Also verließen wir Lille Vildmose und fuhren zurück zu unserem Sommerhaus. In Aalborg ging es auf die Autobahn, dann wieder quer durch bis Farsø. Wir hielten in Farsø noch mal beim SuperBrugsen an und kauften uns etwas zu Essen für den Abend. Zu Karins Freude gab es an der Kasse noch Blumen geschenkt. Dann fuhren wir zurück nach Hvalpsund und ließen den Tag mit dem EM Spiel Deutschland gegen Polen ausklingen.

Gefahrene Kilometer: 364

Übernachtung: Ferienhaus in Hvalpsund, 250€ für eine Woche (gebucht über Casamundo)

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