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Tag 2 - Berliner Unterwelten und Ostberlin

Donnerstag, 14.03.2013

  

Berliner Unterwelten

Heute war erst mal etwas ausschlafen angesagt. Gegen halb 11 machten wir uns so langsam auf den Weg und frühstückten erst mal im Le Crobag im Bahnhof Friedrichstraße. Von da aus ging es dann mit der S-Bahn zur Station Gesundbrunnen. Hier starten die Führungen der Berliner Unterwelten. Wir entschieden uns für die Tour 3, eine der beliebtesten Führungen. In dieser Führung geht es um Bunkeranlagen aus der Zeit des zweiten Weltkriegs und des Kalten Krieges. Wir kauften die Tickets am Stand vor dem Kaufland und bekamen mit unserer Welcome Card sogar noch Rabatt. Da wir noch über eine halbe Stunde Zeit hatten, gingen wir erst mal ins Shoppingcenter, direkt gegenüber vom Startpunkt der Führung. Ich hatte Glück und fand auch endlich eine Mütze, endlich keine kalten Ohren mehr!

Um kurz vor 12 gingen wir dann zum Startpunkt. Wir waren ca. 20 Leute und ab ging es für uns unter die Ede. Zwischen dem U-Bahn Tunnel und der Straße wurde damals ein Bunkersystem angelegt, welches schon im zweiten Weltkrieg genutzt wurde. Die Anlagen wurden uns durch die Führer gezeigt und erklärt.

Dann ging es weiter zum Station Pankstraße. Dieser Bahnhof wurde erst nach dem zweiten Weltkrieg gebaut. In der Zeit des Kalten Krieges wurde die Station gleichzeitig als Fluchtbunker konzipiert. Wir besichtigten die Anlagen inclusive Schleuse, Toilettenanlagen und Küche. In einem Raum waren die originalen Betten aufgestellt. Hier hätten im Ernstfall mehrere tausend Leute über Wochen hausen sollen. Ein beklemmendes Gefühl. Diese Tour ist auf jeden Fall weiter zu empfehlen, wozu auch die Führerin beitrug, die immer wieder einen lustigen Spruch auf Lager hatte. Trotzdem wurde die Geschichte der Bunker toll rüber gebracht.

 

Alexanderplatz und Gendarmenmarkt

Wir gingen zu Fuß zum nahen Mauerpark, hier verlief früher die Grenze zwischen West- und Ostberlin. Mauerstücke sind aber gar nicht mehr zu sehen, eigentlich ist hier nur noch eine  ganz normale Parkanlage. Wir hatten gehofft, etwas mehr zu sehen zu bekommen, so richtig gelohnt hatte sich der Umweg nicht.

Weiter ging es mit der Bahn zum Alex, dem Zentrum Berlins im ehemaligen Ostteil. Am Bahnhof gab es für uns erstmal Fish & Chips. Wir gingen über den großen Platz mit der bekannten Weltzeituhr und näherten uns dem Wahrzeichen Berlins, dem Fernsehturm. Beim Ticketverkauf war es allerdings so voll, dass wir uns entschieden weiter zu gehen.

Zwischen Ferhsehturm und Rotem Rathaus tat sich eine riesige Baustelle auf, hier wird die U-Bahn Linie 5 vom Alexanderplatz mit der Kanzlerbahn am Brandenburger Tor verbunden. Also schlängelten wir uns zwischen Baustelle und Rathaus vorbei in Richtung Spree. Es erwartete uns die nächste Großbaustelle. Hier wird das Berliner Stadtschloss wieder aufgebaut. Das alte Schloss wurde zu DDR Zeiten gesprengt, und der Palast der Republik wurde erbaut. Nach der Wende wurde der Palast dann wieder abgerissen. Im Moment steht hier die Humboldt Box, die über den Aufbau des Schlosses informiert. Daneben thront der imposante Berliner Dom. Man kann aufs Dach des Doms klettern, wir entschieden uns aber dagegen und gingen weiter zum Gendarmenmarkt.

Auf diesem hübschen Platz, umrahmt von den alten Gebäuden und Kirchen machten wir erst mal Pause. Wir setzten uns auf eine Bank und genossen die Sonne. Nach der Pause gingen wir noch kurz in die Ritter Sport Schokoladenwelt, irgendwie war das ganze aber eher uninteressant. Neben ein paar Erklärungen zur Schokoladenherstellung war hier eigentlich nur ein großer Ritter Sport Shop untergebracht. Also gingen wir zurück zum Hotel und ruhten uns etwas aus.

 

Cafe am Hackeschen Markt und Treffpunkt Berlin

Etwas später fuhren wir zum Hackeschen Markt. Hier wollten wir uns mit Bianca treffen, einer Freundin aus Karins Au Pair Zeit in Amerika. Zu allem Überfluss war heute Markt, so dauerte es etwas, bis wir uns gefunden hatten. Dann gingen wir in ein nettes Cafe in der Nähe und Karin und Bianca schwelgten in alten Erinnerungen. Nach einigen Kaffees, Tees und heißen Schokoladen verabschiedeten wir uns wieder von Karins Freundin und fuhren wieder zur Friedrichstraße zurück. Von Bianca hatten wir den Tipp für ein Restaurant bekommen, welches sich fast direkt neben unserem Hotel befand. Das Treffpunkt Berlin an der Ecke Friedrichstraße/Mittelstraße ist ein gut deutsches Restaurant und fehlt wohl in keinem ausländischen Reiseführer. So waren wir als deutsche eher in der Minderheit, die meisten Gäste kamen aus dem Ausland. Das Essen war aber sehr lecker und die Preise waren auch OK. Wer mitten in Berlin ein gut deutsches Restaurant sucht ist hier richtig. Satt gingen wir die 200 Meter zurück zum Hotel und ließen den Tag ausklingen.

<-Tag 1 - Ankunft und Westberlin                    Tag 3 - Sightseeing und Blue Man Group->

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