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Tag 8 - Uluru und Fahrt nach Alice

Mittwoch, 07.05.2014

 

Sonnenaufgang am Uluru

Schon wieder nur etwas über 5 Stunden Schlaf. Um viertel nach 5 war die Nacht für uns zu Ende. Toast und Kaffee fertig machen, Koffer ins Auto und dann zum Check Out. Kurz vor halb 7 trafen wir uns dann mit Martina und James am Park Entrance. Wir hielten uns in Richtung Sunrise Viewing Area, doch plötzlich stand nur noch ein Schild ohne Pfeil an der Straße. Also fuhren wir erst mal weiter, da der Aussichtspunkt nach meiner Karte weiter geradeaus lag. Irgendwie kam aber kein Parkplatz mehr und so langsam wurde es in der Ferne schon hell.

Also drehten wir um und bogen zum Talinguru Nyakumytjaku (wer das fehlerfrei aussprechen kann, bekommt von mir ein Bier ausgetan) ab. Und siehe da, hier war der offizielle Aussichtspunkt für den Sonnenaufgang. Leider sind hier Bus- und Autoparkplatz zusammen, und so drängten sich Heerscharen vor allem von Asiaten auf den Podesten. Es war ein Gedrängel wie im Taubenschlag. Was mag hier erst in der Hochsaison los sein. Irgendwie kommt der Sonnenaufgang aber um Längen nicht an den Sonnenuntergang heran. Aber egal, so hatten wir das auch mal gesehen. 

 

Uluru Base Walk

Wir machten uns noch Frühstück auf dem Parkplatz, Martina und James waren ja für alle Eventualitäten gerüstet. Und dabei behauptete James doch „German tourists are prepared for everything“. Gestärkt fuhren wir dann zum Kuniya Carpark. Hier starteten wir die Umrundung des Uluru. Im Gegensatz zum Valley oft he Winds Walk erstreckt sich der Uluru Base Walk auf einer Ebene und ist daher natürlich leichter zu laufen. Wir liefen gegen den Uhrzeigersinn um mit der Sonne zu wandern. Nach und nach kam die Sonne auch immer mehr heraus, und unsere „Freunde“, die Buschfliegen zwangen uns teilweise wieder dazu, unseren modischen Hut aufzusetzen. Ich denke auf der nächsten Modenschau in Mailand werden diese Hüte der absolute Hit.

Der Weg um den Uluru ist aber weniger spektakulär wie der Weg an den Kata Tjuta. Und an fast allen interessanten Stellen ist fotografieren verboten. Der Grund für das Fotoverbot ist dabei so geheim, dass es nur der Erstgeborene erfährt und auch nur seinem Erstgeborenen weiter erzählen darf. Wir werden also wohl dumm sterben, wenn sich nicht irgendein Erstgeborener verplappert.

Nachdem wir dann doch noch ein paar schöne Stellen gefunden hatten, die wir auch fotografieren durften, kamen wir dann zu der Stelle, an der man den Berg besteigen darf. Wir hätten eh darauf verzichtet, da der Berg den Aborigines heilig ist. Das wollten wir auch akzeptieren, auch wenn wir in unserem Urlaub nicht so wirklich Freund der australischen Ureinwohner wurden. Der Klimb hatte aber eh geschlossen. Der Grund: keine Ahnung, zu heiß war es eigentlich nicht. 

 

Fahrt nach Alice Springs

Kurz vor 12 waren wir dann wieder am Auto. Jetzt hieß es Abschied nehmen von Martina. Irgendwie war die Zeit wie im Flug vergangen. Mit einer kleinen Träne im Auge machten wir uns dann auf den Weg zurück nach Alice Springs.

Wir waren noch keine halbe Stunde unterwegs, da sah Andreas plötzlich etwas auf der Straße. Wir drehten um, und tatsächlich, ein Dornenteufel sonnte sich mitten auf der Straße. Im Visitor Center hatte uns die Mitarbeiterin schon gesagt, dass wir einen mit etwas Glück auf der Straße sehen würden. Also machten wir ein paar Fotos, und ich trug die kleine Echse vorsichtig von der Straße. Das schien dem Tier aber anfangs nicht ganz so zu gefallen. Kaum auf der Hand, sprang er wieder runter. Beim zweiten Mal ließ er die Prozedur aber über sich ergehen und guckte nur etwas blöd. Diese kleinen Echsen sehen zwar gefährlich aus, tun aber keinem was zu Leide, wenn man keine Ameise ist. Wir ließen das kleine Tier neben der Straße wieder frei, um ihm eine  Begegnung mit einem Reifen zu ersparen. Für mich hatte sich der Tag schon gelohnt, denn ich wollte unbedingt einen dieser putzigen Genossen sehen. Und jetzt konnte ich ihn sogar auf die Hand nehmen.

Nachdem wir auch eine Rinderherde an der Straße unbeschadet überstanden hatten, erreichten wir wieder den Stuart Highway. In Erldunda hielten wir wieder an und tankten unser Auto. Hier gab es auch wieder Normalbenzin zu einem etwas günstigeren Preis. An der Zapfsäule neben uns machten sich dann zwei Aborigine Kinder an einem Auto zu schaffen. Sie turnten ständig um das Auto herum und stiegen zwischendurch auch mal ein. Dem Fahrer schien das nicht wirklich zu gefallen, anscheinend kannte er das aber schon und ließ die beiden nach ersten Protesten dann aber gewähren.

 

Alice Springs

Um halb 7 erreichten wir dann unser Hotel in Alice. Ich hatte im Vorfeld schon das Ibis Styles Oasis gebucht. Schöne Zimmer ,noch recht günstig und in geringer Entfernung zur Todd Mall. Nach einer erfrischenden Dusche gingen wir dann zu Fuß die 1000 Meter bis zur Innenstadt. Wir schlenderten etwas über die Todd Mall, die Hauptfußgängerzone der Stadt und bekamen schon wieder negative Eindrücke der Aborigines. Ich möchte die australischen Ureinwohner wirklich nicht schlecht machen, aber leider sind sie uns fast nur negativ aufgefallen. Eine kleine Gruppe stand pöbelnd und schreiend in einer Ecke, also machten wir uns auch recht schnell wieder auf den Rückweg. Wir kehrten bei Uncles Tavern ein. Hier gibt es leckeres und günstiges Essen. Wir bestellten uns Fish & Chips, Burger und Pasta, und alles war wirklich lecker. Danach kauften wir noch Fleisch bei Woolworths für den nächsten Tag. Wir gingen am Todd River, einem fast immer ausgetrockneten Fluss, zurück zu Hotel. Dort würzten wir noch das Fleisch für den nächsten Tag, dann ging es schlafen.

Gefahrene Kilometer: 518

Getankt in Erldunda: Unleaded für 2,00 AUD/l 

Hotel: Ibis Styles Oasis in Alice Springs für 113€ pro Doppelzimmer für 2 Nächte (gebucht über ebookers.de)

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