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Tag 5 - Litchfield NP

Sonntag, 04.05.2014

 

Lichfield NP

Der Wecker klingelte glücklicherweise erst um kurz nach 8. Endlich mal wieder etwas schlaf. Nach der Dusche gab es dann erst mal ein vernünftiges Frühstück mit Rührei, Bacon und natürlich Vegemite. Irgendwie war James aber der Einzige, der dieses Hefekonzentrat mit großem Hunger aß. Wir anderen probierten ein Bisschen und ließen dann die Finger davon. Was die Aussies bloß an dieser ekeligen Paste finden ist mir nicht wirklich verständlich.

Gegen viertel nach 10 ging es dann los in den etwa 100 Km entfernten Litchfield National Park. Unser erster Halt galt dem Eiswürfel Automaten. Ja, richtig, hier steht ein Automat an der Straße, und für wenige Dollar kommt eine große Tüte Eiswürfel unten raus. Wir kippten die Eiswürfel in unsere Kühlbox und fuhren weiter. Nach einer Stunde bogen wir vom Stuart Highway ab, der über 2.700 Km Darwin im Norden mit Adelaide im Süden verbindet. Über eine sehr kurvige Straße ging es jetzt in den Litchfield NP. Wir hielten am Termite Mounds Parkplatz. Hier ist ein kleiner Holzsteg angelegt, und man hat eine Aussicht auf unzählige Termitenhügel. Leider darf man die Hügel nur aus der Entfernung bewundern. Aber wer weiß, wie die Hügel aussehen würden, wenn sie jeder dämliche Touri antatschen würde.

 

Florence Falls

Gegen 12 Uhr waren wir dann am Parkplatz zu den Florence Falls. Unter den Wasserfällen ist ein großer Naturpool, in dem gebadet werden darf. Badeklamotten hatten wir schon an, also schnell nach unten ins Wasser. Von einer Aussichtsplattform hat man einen tollen Blick auf die Wasserfälle, danach führt eine Treppe nach unten. Vom Parkplatz aus braucht man etwa 10 Minuten. Unten war schon gut was los und wir suchten uns einen Felsen, auf dem wir unsere Sachen ablegen konnten. Der Weg ins Wasser ist etwas beschwerlich, da es hier sehr steinig ist und im Wasser überall kleine Felsen herum liegen. Aber erst mal im Pool angekommen, war es fantastisch. Ein Bild, das man immer nur aus dem Fernsehen kennt. Schwimmen mitten in der Natur unter einem großen Wasserfall. Nur die Menschen muss man sich eben weg denken. Irgendwelche Idioten kletterten die 15 Meter hohen Klippen neben dem Wasserfall hoch, um dann wieder nach unten zu springen. Die konnten bestimmt abends gut schlafen.

Durch die gute Regenzeit führte der Florence Creek viel Wasser, dementsprechend groß waren auch die Wasserfälle. Wir versuchten unter den Wasserfall zu schwimmen und mussten uns kräftig anstrengen, um gegen die Strömung anzukommen. Ein tolles Gefühl, wenn die Wassermassen aus 15 Metern Höhe auf einen herunter prasseln. Lange konnte man es aber nicht direkt unter den Fällen aushalten. Wir blieben noch eine ganze Weile im Wasser, machten Fotos und genossen dieses tolle Fleckchen Erde. Nur die Wolken wollten uns ärgern und schoben sich zwischendurch immer mal wieder vor die Sonne. Dann ging es die Treppen wieder hoch zum Parkplatz. Oben angekommen wünscht man sich eigentlich, wieder runter zu gehen, um sich wieder abzukühlen.

 

Buley Rockhole

Am Auto angekommen gab es erst mal einen kleinen Snack, dann ging es weiter zum Buley Rockhole, einer Ansammlung von kleinen Wasserfällen und Naturpools. Martina fuhr das Auto zum nächsten Parkplatz und wir gingen die Strecke über den Florence Creek Walk. Schnell schnappten wir uns noch ein Bier und machten uns auf den etwa 30 minütigen Weg. Die 1,7 Km führen über einen festen Weg durch den Busch am Florence Creek entlang. Nach einigen tollen Ausblicken und ein paar Eidechsen kamen wir am Buley Rockhole an, wo Martina schon auf uns wartete.

Wir nahmen die Kühlbox mit nach unten und suchten uns einen freien Pool aus. Nach einem schönen Picknick direkt am Wasser nahmen wir uns ein neues Bier und relaxten in den Naturpools. Hier könnte man Stunden verbringen, im Wasser herum liegen oder sich in die Stromschnellen setzen und dabei ein kühles Bier genießen. So herrlich kann Urlaub sein.

Gegen 16 Uhr verließen wir dann schweren Herzens diesen tollen Ort und machten uns wieder auf dem Rückweg. Auf dem Weg durch den Nationalpark sah man überall an der Straße kleine Buschbrände. Diese werden hier oft von den Rangern gelegt, damit sich das Feuer bei einem großen Brand nicht so weit ausdehnen kann.

 

Mindil Beach Sunset Market

Gegen 18:30 Uhr erreichten wir dann den Mindil Beach in Darwin. Hier hatte Martina in ihrem Backpacker Jahr zwei Tage im Auto gewohnt. In der Trockenzeit findet hier jeden Donnerstag und Sonntag ein Markt statt. Neben Aborigine Klängen, Ständen mit dem typischen Schnickschnack und einer Peitschenvorführung gibt es hier vor allem eins: Fressbuden. Direkt hinter dem Markt befindet sich der Indische Ozean. Wir waren eigentlich passend zum Sonnenuntergang da, nur die Wolken machten uns einen Strich durch die Rechnung. Da bis Mai die hochgiftigen Würfelquallen vor der Küste heimisch sind verzichteten wir auf einen Spazierganz im Meer. Wir schlenderten über den Markt und suchten uns an den vielen Fressbuden etwas zu Essen. Der Markt ist bevölkert von Asiaten und Aborigines. Die australischen Ureinwohner muss man etwas mit Vorsicht behandeln. Einen Teil sieht man pöbelnd und schubsend in den Straßen, außerdem scheuen Banden auch nicht davor zurück, die Häuser auszuräumen, auch wenn die Familien im Haus sind. Es betrifft bestimmt nur einen Teil der Aborigines, aber diese negativen Seiten werden in den meisten Reiseführen einfach verschwiegen. Ganz extrem ist uns dieses Problem in Alice Springs aufgefallen.

Gegen 21 Uhr waren wir dann wieder an unserem Domizil. Beim Besuch der Toilette blickte uns erst mal ein weißer Frosch an. Diese kleinen Kerlchen hatten wir schon bei der Ankunft Entdeckt. Da guckten ihre Köpfe aus kleinen Löchern in den Ständern der Veranda. Nachdem wir geduscht und Koffer gepackt hatten war es auch schon fast 23 Uhr und wir gingen schlafen. Morgen früh stand schon wieder der nächste Flug an.

Gefahrene Kilometer: 310

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