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Tag 4 - Mary River NP

Samstag, 03.05.2014

 

Fahrt zum Mary River NP

Der Wecker kreischte um 5:30 Uhr, nach nicht ein mal 6 Stunden Schlaf ein schreckliches Geräusch. Noch etwas verschlafen packten wir das Auto und eine dreiviertel Stunde später ging es schon los. Mit ein paar Freunden von Martina und James ging es zum Mary River NP. Eigentlich war für diesen Tag geplant, in den Kakadu NP zu fahren und am Ubirr Rock zu Zelten. Die lange Regenzeit in diesem Jahr ließ das aber nicht zu. Der Mary River NP ist etwas mit dem Kakadu NP vergleichbar, nur wesentlich kleiner und von Darwin etwas näher.

Auf dem Weg dahin testeten wir erst einmal unsere Kreditkarten an einem Bankautomaten in einer Tankstelle. Und oh Wunder, der Automat spuckte das einheimische bunte, niedliche Geld aus. Nach einer Stunde Fahrzeit auf dem Arnhem Highway, an einigen Roadtrains und unzähligen Termitenhügeln vorbei, ging es auf eine Unsealed Road, also eine Schotterpiste. Auf dem Weg zur Anlegestelle sahen wir dann unsere ersten Wallabys. Diese kleinen Kängurus hüpften am Straßenrand umher oder standen einfach mitten auf dem Weg. Ganz schön selbstmordgefährdet, diese Hüpfer.

 

Mary River Houseboats

Pünktlich um 8 Uhr kamen wir an der Anlegestelle am Corroboree Billabong an. Man kann sich hier entweder ein Hausboot mieten, mit allem Komfort wie Küche und Schlafzimmer, um mehrere Tage auf dem Wasser zu bleiben, oder man mietet sich ein Partyboot für einen Tag. Aber auch hier muss man nicht auf die gewohnten Annehmlichkeiten verzichten. Unser Boot für 20 Personen verfügte über WC und Grillstation auf dem unteren Deck, und einem großen Aussichtsdeck oben.

Nach dem Ablegen gab es erst mal ein Bier (natürlich Carlton Mid) aus unseren riesigen Kühlboxen. Und, na klar, stilecht in unseren Stubby Holdern serviert. Dann ging es durch die Wetlands. Diese Überschwemmungsgebiete sind die Heimat von unzähligen Vogelarten, Salzwasserkrokodilen und sogar Wasserbüffeln. Nach kurzer Fahrt durch die wunderschöne Natur sahen wir auch schon das erste Weißbauchseeadler Pärchen in den Bäumen sitzen. In der Zwischenzeit wurde auf unserem Boot fleißig geangelt. Doch anstatt dem leckeren Barramundi, der mehrmals in letzter Sekunde vom Haken sprang, angelten wir nur 2 Saratoga. Dieser Fisch ist aber nicht zum Verzehr geeignet, da er fast nur aus Knochen besteht. Also wieder zurück ins Wasser. Das einzige Krokodil, das wir sahen, verschwand direkt wieder im Wasser, als wir vorbei fuhren. Wenn der Fluss hier kälter ist, sieht man viele der großen Reptilien am Ufer um sich aufzuwärmen.

Wenig später sahen wir dann auch unsere erste Schlange, nur etwas gehäutet. Da sich ein Angelhaken im Gebüsch verfangen hatte, mussten wir mit dem Boot nah ans Ufer heran, um den Haken wieder zu befreien. Als wir wieder los fuhren, wurde der Motor auf einmal laut. Des Rätsels Lösung war eine Schlange, die sich mit dem Rotor anlegen wollte. Und natürlich hatte der Außenborder den Kampf gewonnen. Schnell war die Schlange „befreit“ und es ging weiter durch die atemberaubende Landschaft.

Nach einem leckeren Barbecue auf dem Boot mit Steaks und Känguru Burger fuhren wir in einen kleineren Nebenarm. Doch nach einer Weile zogen in der Ferne dunkle Wolken auf und wir beschlossen, zum Anleger zurück zu fahren. Ein aufkommendes Unwetter sollte man hier im tropischen Norden nicht unterschätzen. Wir fuhren wieder durch die Engstelle zum Hauptfluss, dann plötzlich Geschrei von unten. Wir hatten doch tatsächlich noch Glück und ein großes Leistenkrokodil saß am Ufer im Gebüsch. Mit weit aufgerissenem Maul lag das Reptil bedrohlich neben dem Wasser, bis es irgendwann genug von uns hatte und verschwand.

 

Rückfahrt nach Darwin

Wir suchten auch schnell das Weite und kaum hatten wir wieder alle Sachen in den Autos verpackt, schüttete es wie aus Kübeln. Auf dem Rückweg nach Darwin legten wir dann noch einen Stop beim Window oft he Wetlands ein. Bei gutem Wetter hat man von hier einen tollen Ausblick auf die Überschwemmungsgebiete rund um den Adelaide River. Bei den grauen Wolken nach dem Unwetter war der Blick von hier natürlich nicht so grandios. Nach einigen Kilometern auf dem Arnhem Highway sahen wir dann noch unseren ersten Dingo am Straßenrand. Selbst Martina hatte vorher noch keinen dieser Wildhunde in freier Wildbahn gesehen. Kurz vor Darwin machten wir dann noch einen Halt bei der kleinen Farm. Hier wohnte der Vater von einer Freundin von Martina, die auch mit uns auf dem Boot war. Es gab Emus, Süßwasserkrokodile, Schlangen und Albert den Klofrosch zu sehen. Der Frosch lebt scheinbar wirklich in der Toilette und fühlt sich dort wohl. Die Fragen zur Benutzung des WCs schenken wir uns dann mal…

Zurück bei James Eltern gab es dann erst mal Spaghetti Bolognese. Wie man Spaghetti anbrennen lassen kann, wird aber wohl James Geheimnis bleiben. Schmeckte aber trotzdem noch. Schnell noch Wäsche waschen, dann ging es noch mit einigen kühlen Bierchen in den Pool. Herrlich. 

Gefahrene Kilometer: 190

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