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Tag 2 - Canal Bus und Grachten

Mittwoch, 24.09.2014

 

Frühstück und Canal Bus Rote Linie

Wir hatten ja Urlaub, also schliefen wir auch etwas länger. Gegen 10 Uhr stiegen wir dann in die Metro und fuhren wieder in die Stadt. Wir stiegen wieder am Niewmarkt aus, um uns etwas zum Frühstück zu suchen. Wir gingen in einen Supermarkt und kauften uns abgepacktes Fertigfrühstück. Es gab ein Pizzabrot und eine erstaunlich gute Rokwurst. Danach gingen wir durch die kleinen Gassen zum Hauptbahnhof, um uns ein Ticket für die Kanaltouren zu kaufen. Es werden hier unzählige Kanaltouren angeboten, wir entschieden uns für das Hop on – Hop off Ticket für den Canal Bus von Canal Cruise. Dieses Ticket kostet 22€, gilt einen Tag lang und man kann mit 3 verschieden Touren fahren. Da mittlerweile Nebensaison war, mussten wir noch eine halbe Stunde auf das nächst Boot warten. Nicht weiter schlimm, nur der Nieselregen störte.

Um 11 Uhr erreichte dann endlich eines der richtigen Boote unseren Anleger, es war die Rote Linie. Wir steigen ein und kurz darauf setzte sich das Boot in Bewegung. Wir verließen den Hauptbahnhof und erreichten das Oosterdok mit dem futrurischtischen Nemo Gebäude. Das Technologie Museum sieht aus wie der vordere Teil eines Schiffes und thront über dem Hafenbecken.

Wir ließen das Museum hinter uns und erreichten danach Het IJ. Der alte Meeresarm verbindet über Schleusen und Kanäle die Nordsee mit dem IJmeer, dem Markermeer und dem Ijsselmeer. Außerdem trennt das IJ die Amsterdamer Innenstadt von Amsterdam Nord. Hier liegt das Passagierschiffterminal und das gläserne Konzertgebäude Muziekgebouw aan’t IJ, welches wir ansteuerten.

Dann ging es wieder zurück, am Nemo Museum vorbei zu den Grachten Amsterdams. Hier steuerten wir auf das Schifffahrtmuseum zu. Vor dem alten Gebäude liegt ein exakter Nachbau der „Amsterdam“ in Wasser. Die Amsterdam war eines der Schiffe der VOC (East India Company), welches Waren aus dem fernen Osten nach Europa schaffte uns sank 1749.

 

Museumsplein

Wir ließen das Museum aber auch hinter uns liegen und fuhren weiter mit dem Boot die Grachten entlang. Es ging unter engen Brücken hindurch, an unzähligen Hausbooten vorbei durch die Singelgracht, die äußerste der Grachten des Grachtengürtels, bis zum Rijksmuseum. Hier stiegen wir aus und schauten uns den Museumsplein etwas an. An der schönen Parkanlage befinden sich mehrere bedeutende Museen, wie das Rijksmuseum oder das Van Gogh Museum. Da wir aber eher Kunstbanausen sind, ließen wir die Museen links liegen und schauten uns den Park an. Hier steht auch der bekannte, überdimensionale I amsetrdam Schriftzug. Irgendwie versuchte wohle jeder Touri ein Foto davon zu bekommen. Es war fast unmöglich, den Schriftzug ohne eine Menschenmasse davor zu fotografieren.

Der Regen fing wieder an und es war eh Mittagszeit, also gingen wir in den Heineken Pavillon am Museumsplein und suchten uns einen der wenigen freien Tische. Kurz darauf schüttete es wie aus Kübeln und wir waren froh, einen  Platz zu haben. Denn die Menschenmasse, die vorher versuchte, den Amsterdam Schriftzug zu fotografieren, hatte jetzt ein Problem und suchte Unterschlupf in dem eh schon vollen Restaurant. Für einige Hartgesottene war aber jetzt die Stunde gekommen und sie konnten im Dauerregen ein Foto von dem Schriftzug ohne andere Menschen auf dem Bild machen. Wir gehörten natürlich nicht dazu, sondern bestellten uns lieber was zu essen. Außerdem war es schon nach 11, also durfte ein Bier nicht fehlen.

Für Karin gab es eine Suppe, ich versuchte mich an einer typisch holländischen Spezialität: Rundvleeskroketjes, auf Deutsch Rindfleischkroketten. Die Kroketten bestehen auf püriertem Rindfleisch in einer Panade. Die Dinger bräuchte ich zwar nicht jeden Tag, ich habe aber auch schon wesentlich schlechter gegessen.

 

Canal Bus Grüne Linie und Prinsengracht

Gut Gestärkt gingen wir dann wieder zurück durchs imposante Rijksmuseum zum Bootsanleger. Hier nahmen wir jetzt die Grüne Linie, die durch den inneren Grachtengürtel führte. Am Vondelpark ging es vorbei durch die Leidsegracht und dann durch den südlichen Zipfel der Herengracht. An diesem Teil der Gracht, die auch „De Gouden Bocht“, also die „Goldene Biegung“ genannt wird, stehen die teuersten Grachtenhäuser Amsterdams. In den prunkvollen Häusern lebten vor allem die Reeder, reicher Kaufleute und die Regenten der Stadt. Heutzutage gehören die Häuser vorwiegend Banken oder Versicherungen, da sich fast keine Privatperson die Anschaffung und den Unterhalt dieser Häuser leisten kann.

Nach einer kleinen Abbiegung auf die Amstel ging es dann wieder am Nemo Museum vorbei zum Hauptbahnhof. Hier steigen wir aus und bummelten über die Einkaufsstraßen rund um den Dam bis zum Muntplein im Süden des Zentrums. Wir gingen über den Blomenmarkt an der Singel (nicht zu verwechseln mit der Singelgracht) und überquerten den Grachtengürtel in Richtung Jordaan im Nordwesten. Zwischendurch hielten wir immer wieder Ausschau nach einem Pfannkuchenhaus, allerdings hatten die Häuser schon zu, es war eine laute Baustelle vor der Tür oder es gab nur riesen Portionen. Also liefen wir an der Prinsengracht entlang und erreichten kurz hinter der Westerkerk das Anne Frank Haus. Die lange Schlange vor dem Einlass war nicht zu übersehen. Hier hatte sich die Jüdin Anne Frank im 2. Weltkrieg vor den Nazis versteckt.

 

Canal Bus Orange Linie und Abendessen im Zentrum

Wir stellten uns aber nicht in die Schlange, sondern gingen zum nahen Bootsanleger und stiegen in das Boot der Orangen Linie ein. Der Tagespass ist wirklich zu empfehlen, da rund um die Innenstadt verteilt überall Anleger für die 3 Bootslinien zu finden sind und eine Fahrt durch die Grachten ein tolles Erlebnis ist.

Es ging durch die Prinsengracht bis zum IJ. Hier hatten wir einen schönen Blick über das breite Gewässer auf den futuristischen Bau des Eye Film Museums und auf Amsterdam Noord. Wir fuhren auf der Rückseite des Hauptbahnhofes entlang, wo die vielen Flusskreuzfahrtschiffe liegen und verließen vor dem Passagierschiffterminal wieder Het IJ. Es ging über Grachten und Amstel am Stadthuis und an der Oper vorbei bis zum Anleger am Rembrandtplein, südlich der Innenstadt. Wir wollten zwar eigentlich ins Zentrum, aber die Orange Linie hat nur zwei Haltestellen.

Also gingen wir wieder in Richtung Zentrum. Das Wetter hatte sich nicht gerade zum Positiven geändert, also mussten wir ständig vor einem der vielen Regenschauer Unterschlupf suchen. Zwischen Dam und Rotlichtviertel suchten wir dann nach etwas essbarem. Wir suchten uns einen der unzähligen Argentinier aus und flüchteten vor dem Regen in das TER Steakhouse an der Oude Doelenstraat, direkt am Achterburgwal. Hier herrscht ein regelrechter Preiskampf zwischen den ganzen Steakhäusern, überall findet man irgendwelche Specials in den Schaufenstern. So hielt sich der Preis für das sehr gute Essen auch in Grenzen. Wir bestellten noch etwas zu trinken und warteten in den kleinen Steakhouse, bis der Regen aufhörte.

Danach gingen wir an Stadhuis und Musiktheater vorbei in Richtung Rembrandtplein. Passend zum Sonnenuntergang erreichten wir die imposante Blauwbrug. Wir blieben eine Weile an der Brücke und schauten uns das Schauspiel an. Die Sonne spiegelte sich in der Amstel und ging langsam hinter dem Munttoren unter. Wer hätte bei dem Regenwetter gedacht, dass wir noch so einen schönen Sonnenuntergang sehen würden.

 

Rembrandtplein und Grachten bei Nacht

Wir gingen weiter zum Rembrandtplein und setzten uns in einen Biergarten der vielen Bars am angrenzenden Thorbeckeplein. Unter großen Sonnenschirmen machten wir es uns gemütlich. Über uns noch ein Heizstrahler, in der Hand ein kühles Bier. So ließ sich der letzte Abend in Amsterdam doch aushalten. Abends herrscht in den Kneipen hier Happy Hour und das Bier kostet dann nur 2€. Wir  bestellten einige Runden, dann verließen wir den gemütlichen Platz und schauten uns noch mal den nächtlichen Rembrandtplein mit der beleuchteten Statue des Künstlers an.

Dann gingen wir an den schönen beleuchteten Grachten entlang und ließen die tolle Stimmung auf uns wirken. An der Amstel angekommen, erstrahlten die Magere Brug, eine große, hölzerne Zugbrücke, über der Amstel. Auf der anderen Seite überragte die beleuchtete Blauwbrug den Fluss.

Bevor wir die Metro zurück zum Hotel nahmen, gingen wir noch eine ganze Weile durchs nächtlich beleuchtete Amsterdam, durch eine Stadt, die nachts ganz besonders strahlt.

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